Die Finanzmärkte in der gesamten Region entwickelten sich gedämpft, während der Countdown bis 2026 weiterlief und die meisten professionellen Teilnehmer weiterhin im Urlaubsmodus waren. Die wichtigsten Devisenpaare waren auf enge Spannen beschränkt, regionale Aktien waren ruhig gemischt und die Renditen japanischer Staatsanleihen gaben leicht nach. Der Datenkalender war weitgehend leer, was die Überzeugung niedrig hielt. Bei den Rohstoffen waren die Ölpreise stabil bis leicht gestiegen, während Silber nach seiner jüngsten scharfen Korrektur etwas Boden gutmachen konnte.
Die Hauptrichtungsquelle war die Geopolitik, auch wenn die Märkte größtenteils über die Schlagzeilen hinwegschauten. In Asien führte China am Dienstag weitere zehnstündige Feuerübungen rund um Taiwan durch und weitete damit das aus, was Peking als seine bisher größte Übung rund um die Insel bezeichnete. Die Übungen, die sich über mehrere Zonen im umliegenden See- und Luftraum erstreckten, wurden vom chinesischen Eastern Theatre Command als Zeichen der Entschlossenheit gegen den Separatismus dargestellt. Die Manöver folgen einer kürzlichen US-Ankündigung eines großen Waffenpakets für Taiwan. Trotz des Ausmaßes der Übungen blieb die allgemeine Marktreaktion gedämpft.
Andernorts stützten die Risiken im Nahen Osten weiterhin die Energiemärkte. US-Präsident Donald Trump warnte davor, dass Washington neue Angriffe unterstützen könnte, sollte festgestellt werden, dass der Iran seine Waffenprogramme wieder aufnimmt, und forderte die Hamas gleichzeitig zur Entwaffnung auf. Die Kommentare belebten regionale Risikoüberlegungen und verstärkten eine geopolitische Prämie beim Öl, selbst wenn es nicht zu unmittelbaren Versorgungsunterbrechungen kam.
Die Ölpreise wurden zuvor auch durch konfliktbedingte Schlagzeilen aus der Ukraine und dem Jemen gestützt. Saudi-Arabien führte im Südjemen Luftangriffe gegen mit STC verbundene Stellungen durch und warf erstmals vor, dass Waffenlieferungen über Kanäle der VAE erfolgten – eine bemerkenswerte Eskalation, die die zunehmende Kluft zwischen Riad und Abu Dhabi verdeutlicht. Die Episode fügt der Stabilität im Nahen Osten eine neue Ebene der Unsicherheit hinzu.
Unterdessen zeigten US-Lagerbestandsdaten, dass die Rohölvorräte letzte Woche entgegen den Erwartungen eines Rückgangs um 405.000 Barrel gestiegen sind, wobei die Benzinvorräte um fast 3 Millionen Barrel gestiegen sind. Die normalerweise pessimistischen Zahlen wurden weitgehend ignoriert, da geopolitische Bedenken weiterhin das Preisgeschehen dominierten.
Insgesamt sorgten die geringe Liquidität und die Positionierung zum Jahresende dafür, dass sich die Märkte in einer bestimmten Spanne bewegten, wobei die Geopolitik die Risikostimmung vorerst stärker prägte als die Fundamentaldaten.
Asien-Pazifik-Aktien:
- Japan (Nikkei 225) -0,25 %
- Hongkong (Hang Seng) +0,45 %
- Shanghai Composite -0,1 %
- Australien (S&P/ASX 200) -0,1 %

