Zu Beginn der Woche waren die japanischen Märkte die Hauptakteure. Der Nikkei 225 stieg zusammen mit anderen regionalen Aktien und profitierte insbesondere vom früheren Rückgang des Yen, der den Exporteuren Auftrieb gab, indem er japanische Aktien in Fremdwährung billiger machte. Auch die Renditen japanischer Staatsanleihen stiegen leicht an, was oft als Zeichen von Stabilitätsbedenken gedeutet wurde, doch dieser Schritt wurde von den Märkten heute weitgehend ignoriert.
Später erholte sich der Yen etwas, wobei der USD/JPY von frühen Höchstständen um 157,75 auf Tiefststände nahe 157,25 zurückfiel. Die JPY-Gebote wurden durch eine mündliche Intervention von Japans führendem Währungsdiplomaten Atsushi Mimura unterstützt. Mimura sagte, die Behörden seien „besorgt“ über die jüngsten Devisenbewegungen, beschrieb sie als „einseitig und drastisch“ und warnte, dass die Beamten „geeignete Maßnahmen“ gegen übermäßige Volatilität ergreifen würden. Die Sprache war vertraut, aber der Zeitpunkt, so kurz nach der Zentralbanksitzung letzte Woche, reichte aus, um eine gewisse Reduzierung der Yen-Short-Positionen zu veranlassen.
An anderen Devisenmärkten wurden die wichtigsten Währungspaare in relativ engen Spannen gehandelt. Sowohl der AUD als auch der NZD verzeichneten leichte Gewinne gegenüber dem USD.
Die Ölpreise fanden nach einem erneuten Anstieg des geopolitischen Risikos frühzeitig Unterstützung. Am Wochenende fingen die Vereinigten Staaten einen venezolanischen Öltanker ab, während die Spannungen zwischen Israel und dem Iran weiterhin hoch blieben, wobei die beiden Nachrichten zusammen dazu beitrugen, wieder eine bescheidene Risikoprämie bei Rohöl aufzubauen.
In den politischen Nachrichten der USA ist die Wall Street Journal berichtete über ein Interview/Podcast mit der Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, die sich gegen die jüngsten expansiven Erwartungen wehrte. Hammack sagte, sie bevorzuge es, die Zinsen mehrere Monate lang stabil zu halten, und mache sich weiterhin mehr Sorgen über die Inflation als über die Arbeitsmarktschwäche. Sie fügte hinzu, dass der Verbraucherpreisindex vom November den wahren Inflationsdruck wahrscheinlich unterschätzt habe.
Zu den Unternehmensgesprächen gehörte ein interessanter Social-Media-Beitrag des Hedgefonds-Managers Bill Ackman, der einen Vorschlag vorstellte, SpaceX ohne Wall-Street-Banken oder IPO-Gebühren an die Börse zu bringen. Die Idee würde Tesla-Aktionären vorrangigen Zugang zu dem Deal gewähren und ihn als demokratischere Alternative zu einem traditionellen Börsengang darstellen.
Bei den Rohstoffen stieg der Spot-Silberpreis um 3 % auf ein neues Rekordhoch von über 69 US-Dollar, während der Goldpreis ebenfalls stieg und sich wieder auf 4.400 US-Dollar und ebenfalls ein Rekordhoch bewegte.

