Es war eine relativ verhaltene Silvestersitzung an allen Finanzmärkten, wobei sich die professionellen Teilnehmer größtenteils noch im Urlaubsmodus befanden. Die Liquidität war gering und die Preisbewegungen gedämpft, und die meisten Ressorts warteten praktisch darauf, dass die Märkte ab dem 5. Januar wieder richtig in Fahrt kommen. Trotz des ruhigen Umfelds lieferte China eine Reihe von Datenpunkten, die deutlich besser als erwartet ausfielen und ein leicht konstruktives Jahresendsignal lieferten.
Chinas offizielles verarbeitendes Gewerbe kehrte im Dezember unerwartet zur Expansion zurück und durchbrach damit eine achtmonatige Schrumpfungsserie. Der Gesamt-PMI für das verarbeitende Gewerbe stieg von 49,2 im November auf 50,1 und lag damit wieder über der Schwelle von 50, die Expansion von Schrumpfung trennt. Das Ergebnis überraschte Ökonomen, die laut einer Reuters-Umfrage keine Veränderung gegenüber dem Rückgang im Vormonat erwartet hatten. Der Aufschwung erfolgte, obwohl die Fabrikgewinne im letzten Monat den stärksten Rückgang gegenüber dem Vorjahr seit mehr als einem Jahr verzeichneten, was die Fragilität der Erholung verdeutlicht.
Erfreulicherweise verbesserte sich auch die Aktivität im nicht verarbeitenden Gewerbe Chinas. Der PMI für das nicht verarbeitende Gewerbe, der Dienstleistungen und Baugewerbe erfasst, stieg im Dezember von 49,5 auf 50,2, nachdem er im November einen Rückgang verzeichnete. Der zusammengesetzte PMI, der die Aktivitäten im verarbeitenden Gewerbe und im nicht verarbeitenden Gewerbe kombiniert, stieg von 49,7 auf 50,7, was auf eine breitere Erholung der allgemeinen Geschäftsbedingungen hindeutet. Die Daten wurden vom National Bureau of Statistics veröffentlicht.
Die Umfrage im Privatsektor zeichnete ein ähnliches, wenn auch immer noch vorsichtiges Bild. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe von S&P Global/RatingDog stieg von 49,9 auf 50,1, was auf eine vorläufige Stabilisierung der Betriebsbedingungen hindeutet. Die Verbesserung war in erster Linie auf eine stärkere Inlandsnachfrage und die Einführung neuer Produkte zurückzuführen, während die Exportaufträge angesichts der schwachen globalen Bedingungen weiterhin unter Druck standen. Die Produktion verzeichnete wieder ein moderates Wachstum, aber die Unternehmen reduzierten weiterhin die Zahl der Neueinstellungen, wobei die Beschäftigung einen zweiten Monat lang zurückging. Der Kostendruck verschärfte sich, da die Inputpreise im sechsten Monat in Folge stiegen, die Hersteller jedoch weiterhin die Verkaufspreise senkten, um den Absatz zu stützen, was die Margen unter Druck hielt.
Die allgemeine Stimmung unter den chinesischen Herstellern blieb bis ins Jahr 2026 positiv, obwohl der Optimismus nachließ und unter dem historischen Durchschnitt blieb. Die Daten deuten darauf hin, dass der Sektor möglicherweise einen Tiefpunkt erreicht, aber die Erholung bleibt fragil und hängt stark von einer anhaltenden Inlandsnachfrage und anhaltender politischer Unterstützung ab.
In den Chip-Nachrichten berichtete die South China Morning Post, dass ByteDance im Jahr 2026 14 Milliarden US-Dollar in Nvidia-Chips stecken werde, und verwies auf die steigende Computernachfrage.
Asien-Pazifik-Aktien:
- Japan (Nikkei 225) -0,37 %
- Hongkong (Hang Seng) -0,85 %
- Shanghai Composite +0,16 %
- Australien (S&P/ASX 200) -0,1 %
Habt alle einen sicheren und glücklichen NY-Abend!

