Zusammenfassend:
- Der Ölpreis steigt tendenziell, da das geopolitische Risiko stetig zunimmt
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Widersprüchliche Botschaften zwischen den USA und dem Iran sorgen für erhöhte Unsicherheit
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Iran bestreitet Gespräche, die USA bestehen darauf, dass Verhandlungen im Gange seien
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Die USA behaupten eine erhebliche Verschlechterung der militärischen Fähigkeiten Irans
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Die israelischen Luftangriffe gehen weiter, der Iran greift regionale Ziele an
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Trump drängt auf ein schnelles Ende, setzt aber eine harte Frist
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Das Risiko von Bodenoperationen steigt (Schwerpunkt Kharg Island / Hormuz)
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Gold und Devisen bleiben bei vorsichtiger Positionierung weitgehend stabil
Die Ölpreise stiegen weiter leicht an, während die Märkte nach und nach wieder eine geopolitische Risikoprämie aufbauten, da die Spannungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran eher Anzeichen einer weiteren Eskalation als einer Lösung erkennen ließen.
Die Botschaften zu möglichen Verhandlungen blieben äußerst inkonsistent. Der iranische Außenminister Araghchi bestritt erneut, dass Gespräche mit den USA stattfinden, räumte jedoch ein, dass Nachrichten über Vermittler ausgetauscht würden, und betonte, dass dies „keine Verhandlungen bedeutet“. Im Gegensatz dazu behauptete das Weiße Haus, dass Teheran eine Ausstiegsrampe anstrebe, während Präsident Trump sagte, der Iran verhandele und wolle ein Abkommen, zögere jedoch, dies öffentlich zu sagen. Trump fügte außerdem hinzu, dass „derzeit niemand im Iran Oberster Führer sein möchte“, was den Druck auf das Regime unterstreicht.
Gleichzeitig verschärft sich der militärische Hintergrund weiter. Die USA geben an, dass sie die Fähigkeiten Irans erheblich geschwächt haben. Laut CENTCOM wurden über 10.000 Ziele angegriffen und etwa zwei Drittel der iranischen Rüstungsproduktionsinfrastruktur zerstört. Die israelischen Streitkräfte führten außerdem eine neue Welle „umfangreicher“ Luftangriffe gegen die Infrastruktur des Regimes durch, während der Iran seine Angriffe in der gesamten Golfregion fortsetzte.
Obwohl Trump den Wunsch signalisiert hat, einen längeren Konflikt zu vermeiden, und Berichten zufolge wünscht er, dass der Krieg innerhalb weniger Wochen abgeschlossen sein soll, scheint sich die kurzfristige Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung zu entwickeln. Seine fünftägige Frist läuft am Freitagabend ab und es mehren sich die Anzeichen dafür, dass die Vorbereitungen für eine mögliche Bodenoperation voranschreiten.
Die Märkte konzentrieren sich zunehmend auf das Risiko eines gezielten Angriffs auf wichtige strategische Vermögenswerte wie die Insel Kharg oder Bemühungen zur Sicherung der Straße von Hormus, was beides eine erhebliche Eskalation mit direkten Auswirkungen auf die globale Energieversorgung bedeuten würde.
Vor diesem Hintergrund wurden Gold und wichtige Devisenpaare weitgehend stabil gehandelt, was eine vorsichtige Positionierung widerspiegelt, da die Anleger auf eine klarere Richtung warten.

