Was die Datenveröffentlichungen und den Nachrichtenfluss angeht, war es eine sehr lockere Sitzung. Der größte Höhepunkt war das britische BIP, das hinter den Erwartungen zurückblieb und das Pfund belastete. Händler verstärkten ihre Wetten auf Zinssenkungen der BoE und erhöhten die gesamte Lockerung bis Ende 2026 von 57 Basispunkten auf 61 Basispunkte.
Wir haben auch die endgültigen VPI-Werte für Deutschland, Frankreich und Spanien erhalten, aber es gab keine Überraschungen, da die Daten mit den vorläufigen Zahlen übereinstimmten.
Der bemerkenswerteste Kursteilnehmer der Sitzung war Gold. Das Edelmetall erholt sich nach dem gestrigen entscheidenden technischen Ausbruch weiter und nähert sich nun sehr nahe dem Allzeithoch vom Oktober. Der Rückgang der Realrenditen nach Powells gemäßigtem Ton ist ein guter Rückenwind.
In anderen Märkten bewegen sich die US-Aktien weiterhin weitgehend in einer Schwankungsbreite, behalten aber eine bullische Tendenz bei. Der Abwärtstrend bei US-Staatsanleihen hat nach Powells Pressekonferenz wieder zugenommen, wobei der Spread zwischen 10 und 2 Jahren kurz davor steht, die Höchststände vom April 2025 zu durchbrechen.
Der US-Dollar konnte einen Teil seiner gestrigen Verluste wettmachen, auch wenn es angesichts des Fehlens von Katalysatoren heute eher wie ein technischer Rückgang aussieht. Angesichts der erwarteten hohen Volatilität könnten wir vor dem NFP sogar einige Rückschläge erleben.
In der amerikanischen Sitzung haben wir außer ein paar Rednern der Fed nichts auf der Tagesordnung. Wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

