Märkte:
- WTI-Rohöl stieg um 1,77 $ auf 61,13 $
- 10-jährige US-Renditen sinken um 1,6 Basispunkte auf 4,235 %
- Bitcoin liegt unverändert bei 89.000 $
- S&P 500 unverändert
- Gold stieg um 44 $ auf 4980 $, ein neuer Rekord
- Silber erreicht zum ersten Mal die 100-Dollar-Marke und steigt weiter auf 102 Dollar
- JPY führt, USD hinkt hinterher
Der Nachrichtenfluss war dürftig, aber es war sicherlich kein ruhiger Freitag im nordamerikanischen Handel. Es gab einige große Bewegungen bei Rohstoffen und Devisen, aber nur sehr wenige, die als Katalysatoren dienen könnten. In Abwesenheit füllten Gerüchte die Lücken.
Das große Problem war, dass das japanische Finanzministerium eine Zinsprüfung durchführte, indem es im Wesentlichen Banken anrief und nach Angeboten fragte. Das ist ein trivialer Schachzug, aber er hat eine enorme symbolische Bedeutung, da er ein potenzieller Vorläufer einer Intervention ist. Zu Beginn des Tages kam es zu einem Ausverkauf des Yen und der USD/JPY-Kurs erreichte nach dem Kurs der Bank of Japan 159,22, drehte dann aber deutlich um und fiel zuletzt auf 155,86.
Es war sogar die Rede von einer Intervention, aber dies am späten Freitag zu tun, lange nachdem Tokio zu Bett gegangen ist, ist ungewöhnlich. Die Bewegung hatte auch nicht die für eine ordnungsgemäße Intervention typische spitzenartige Bewegung.
Entscheidend ist auch, dass der US-Dollar im Großen und Ganzen schwächer war und sich in den US-Stunden kontinuierlich stabil zeigte. Auch hier gab es keinen offensichtlichen Auslöser dafür, obwohl das Kabel aufgrund restriktiver Kommentare, steigender Renditen und der früheren PMIs durchaus Unterstützung erhielt. Es gab sicherlich einen Ausverkauf des Dollars und dieser fiel auch mit einem Anstieg der Ölpreise um 3 % und neuen Höchstständen bei Edelmetallen zusammen.
Diese Kombination von Ereignissen sieht aus wie ein geopolitischer Handel. Gegen Ende des Tages war von einer vollständigen Blockade Kubas die Rede, doch die Augen richten sich auch auf mögliche Maßnahmen gegen den Iran. Trump hat am Wochenende häufig gehandelt, und es besteht wahrscheinlich das Gefühl, dass er es wieder tun könnte.
An den Aktienmärkten waren Megacap-Tech-Unternehmen stark, während der Russell 2000 Probleme hatte. Der S&P 500 blieb unverändert, aber der Spitzenreiter seit Jahresbeginn – Intel – brach nach enttäuschenden Prognosen um 17 % ein.
Ich wünsche Ihnen ein tolles Wochenende.

