Japanischer Wirtschaftsrückgang im dritten Quartal 2025
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Japans Wirtschaft schrumpfte im dritten Quartal weniger als erwartet, wobei das BIP im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 % sank, während ein Rückgang von 0,6 % prognostiziert wurde. Auf Jahresbasis schrumpfte die Produktion um 1,8 %, was ebenfalls besser war als der erwartete Rückgang um 2,5 %, da ein schwaches globales Umfeld und schleppende inländische Bedingungen weiterhin die Aktivität belasteten.
BIP q/q vorläufig -0,4 %
- erwartet –0,6 %, proir 0,5 %
– BIP annualisiert -1,8 %
- erwartet –2,4 %, bisher 1,6 %
Die Aufschlüsselung zeigte ein gemischtes Bild:
- Der private Konsum – etwa die Hälfte der japanischen Wirtschaft – wuchs kaum und stieg nur um 0,1 %, was genau den Erwartungen entsprach und die anhaltende Vorsicht der Haushalte angesichts der immer noch hohen Preise unterstreicht:
- erwartet 0,1 %, vorher 0,4 %
- Einen seltenen Lichtblick lieferten jedoch die Investitionsausgaben, die um 1,0 % stiegen und den Konsens von 0,3 % übertrafen, da die Unternehmen trotz schwächerer Nachfrage weiter investierten:
- erwartet 0,3 %, vorher 0,6 %
- Die Auslandsnachfrage blieb ein Belastungsfaktor. Die Nettoexporte schmälerten das Wachstum um 0,2 Prozentpunkte, wobei die Exporte im Vergleich zum Vorquartal um 1,2 % zurückgingen, was auf die globale Abschwächung und die anhaltenden Auswirkungen der Handelsspannungen zurückzuführen ist:
- erwartet -0,2 %, vorher 0,3 %
- Auch die Inlandsnachfrage sank um 0,2 Punkte, was zeigt, dass sowohl interne als auch externe Wachstumsmotoren gleichzeitig ins Stocken geraten sind.
Der BIP-Deflator stieg im Jahresvergleich um 2,8 % und unterstreicht die anhaltende zugrunde liegende Inflation, da die Bank of Japan prüft, ob Preissteigerungen dauerhaft genug sind, um eine weitere Normalisierung der Politik zu rechtfertigen:
- erwartet 2,8 %, bisher 3,0 %

