Aus irgendeinem Grund wird der Kandidat für den BOJ-Vorstand Asahi Noguchi ersetzen, dessen Amtszeit am 31. März endet. Noguchi war ein ehemaliger Wirtschaftsprofessor an der Senshu-Universität und trat im April 2021 dem BOJ-Vorstand bei. Er war schon immer eines der gemäßigteren Mitglieder und plädierte für einen „maßvolleren“ Ansatz bei der Normalisierung der Politik.
Wie dem Bericht zufolge die japanische Regierung ihre Kandidatenwahl bereits am 25. Februar vorlegen wird, heißt es in dem Bericht. Dies, um den Sitz zu besetzen, der Ende März von Noguchi frei wird. Zur Erinnerung: Der Kandidat muss sowohl vom Unterhaus als auch vom Oberhaus des Nationalparlaments genehmigt werden.
Es wird auch berichtet, dass Noguchis Nachfolger voraussichtlich Teil einer breiteren Gruppe von Nominierten sein wird, die auch um Führungspositionen bei mehreren regierungsnahen Institutionen konkurrieren. Das könnte sich also auf die Auswahl der Nominierten auswirken, die in die engere Wahl kommen.
Wenn Takaichis neues Wirtschaftsberatungsgremium als Richtschnur dient, wird der Kandidat wahrscheinlich ein weiterer „Jasager“ sein. Und das bedeutet, die gemäßigtere Haltung der BOJ beizubehalten, wenn man bedenkt, dass die Regierung möchte, dass die Zentralbank die Zinssätze niedrig hält, um ihre fiskalpolitische Agenda voranzutreiben.
Darüber hinaus heißt es in dem Bericht auch, dass die Regierung möglicherweise einen weiteren Kandidaten als Nachfolger von Junko Nakagawa aufstellen wird, dessen Amtszeit am 30. Juni abläuft. Nakagawa war zuvor Vorsitzender von Nomura Asset Management und trat im Juni 2021 dem BOJ-Vorstand bei.
Nakagawa ist in ihrer politischen Haltung sicherlich nicht so zurückhaltend wie Noguchi, aber sie ist eine verlässliche Stimme für den breiteren Konsens der BOJ.

