Jupiter [JUP] verzeichnete in den letzten 24 Stunden erhebliche Zuflüsse, wobei das Kapital um Hunderte Millionen Dollar stieg. Der Kaufdruck steigerte den Token im gleichen Zeitraum um mindestens 12 %.
Die Expansion von JUP ging jedoch nicht mit einem stärkeren On-Chain-Engagement einher.
Kernnetzwerkkennzahlen zeigen, dass die Benutzerbeteiligung und die Transaktionsaktivität weiterhin gedämpft bleiben, was zu einer wachsenden Kluft zwischen Bewertung und Protokollgrundlagen führt.
Eine schwache Nutzung untergräbt die Rallye-Stärke
On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass die jüngste Rallye möglicherweise eher auf die Positionierung als auf organisches Wachstum zurückzuführen ist.
Artemis, das täglich aktive oder transaktionale Benutzer verfolgt, verzeichnete einen starken Rückgang der Teilnahme. Die Kennzahl ist auf den niedrigsten Stand seit Februar 2024 gefallen und markiert damit ein Zweijahrestief.
Dieser Rückgang der aktiven Benutzer fällt mit einem Rückgang der Gesamtzahl der über das Protokoll ausgeführten Transaktionen zusammen. Das Transaktionsvolumen ist auf etwa 1,5 Millionen gesunken, ein Niveau, das zuletzt am 19. Januar verzeichnet wurde.
Obwohl sich die Transaktionszahlen in den letzten Sitzungen in einem engen Bereich stabilisiert haben, bleibt die Gesamtaktivität deutlich unter den vorherigen Höchstständen.
Wenn die Netzwerknutzung sinkt, während der Preis steigt, signalisiert die Divergenz oft eher eine spekulative Dynamik als eine nachhaltige Nachfrage.
Im Fall von JUP erhöht das Fehlen einer starken Bestätigung in der Kette das Risiko, dass es der Rallye an struktureller Unterstützung mangelt.
TVL-Zuflüsse signalisieren gebundenes Kapital
Trotz schwacher Nutzungskennzahlen ist die Kapitalbindung für das Protokoll gestiegen.
Der Gesamtwert der Sperrung, der die Menge der in Liquiditätspools und anderen Protokollmechanismen hinterlegten Vermögenswerte misst, ist im Laufe des vergangenen Tages um etwa 166 Millionen US-Dollar gestiegen.
Zum Zeitpunkt der Drucklegung belief sich der TVL laut Angaben auf 2,163 Milliarden US-Dollar DeFiLlama.
Ein Anstieg des TVL spiegelt typischerweise eine längerfristige Positionierung wider, da gesperrte Vermögenswerte das zirkulierende Angebot verringern und das Vertrauen der Anleger in die Renditechancen oder den Nutzen des Protokolls signalisieren.
Der starke Anstieg deutet darauf hin, dass ein bedeutendes Volumen an JUP vom offenen Markt in gesperrte Positionen übergegangen ist.
Während unklar bleibt, ob institutionelle Akteure oder Privatanleger den Zufluss verursacht haben, deutet das Ausmaß des Anstiegs eher auf eine echte Kapitalallokation als auf rein kurzfristige Handelsaktivitäten hin.
Die Positionierung in Derivaten bleibt bescheiden
Auch die spekulative Aktivität am Derivatemarkt hat zugenommen. Die OI-gewichtete Finanzierungsrate bleibt positiv, was darauf hindeutet, dass Long-Positionen den Perpetual-Futures-Markt von JUP dominieren.
Allerdings scheint das Engagement in Derivaten allein nicht auszureichen, um das Ausmaß der Rallye zu erklären. Laut CoinGlass stieg das Open Interest in den letzten 24 Stunden um 13 %, lag aber bei Redaktionsschluss bei nur 50,29 Millionen US-Dollar.
Verglichen mit dem Anstieg des TVL um 166 Millionen US-Dollar bleibt die Positionierung in Derivaten relativ gering. Dieser Vergleich bestärkt die Ansicht, dass kurzfristige Zuflüsse und Kapitalbindung eine größere Rolle beim jüngsten Preisanstieg gespielt haben.
Was kommt als nächstes für JUP?
Die Liquiditätsclusteranalyse skizziert zwei kurzfristige Szenarien.
Der Aufwärtstrend deutet auf ein begrenztes Aufwärtspotenzial in Richtung der 0,18-Dollar-Marke hin, wo eine Konzentration der Liquidität die Gewinne begrenzen könnte.
Im Gegensatz dazu stellt das rückläufige Szenario einen breiteren Abwärtspfad dar, wobei sich der Preis möglicherweise in Richtung 0,15 US-Dollar bewegt.
Liquiditätscluster stellen Bereiche mit nicht ausgeführten Aufträgen dar, die häufig Preisbewegungen nach sich ziehen, da Märkte dazu neigen, sich Zonen mit konzentrierter Liquidität zuzuwenden.
Kurzfristig wird die Dynamik die Richtung bestimmen. Anhaltender Kaufdruck könnte JUP in die obere Liquiditätszone drängen, bevor es zu einer Korrektur kommt.
Umgekehrt kann eine nachlassende Dynamik dazu führen, dass der Vermögenswert tiefer in Richtung niedrigerer Unterstützungsniveaus zurückfällt.
Abschließende Zusammenfassung
- Die schwache Netzwerknutzung steht im Gegensatz zur steigenden Nachfrage nach JUP, was Bedenken hinsichtlich der Dauerhaftigkeit der Rallye aufkommen lässt.
- Ein Anstieg des Total Value Locked (TVL) um 166 Millionen US-Dollar bestätigt, dass frisches Kapital in das Ökosystem gelangt.





