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Der FTSE 100 hat in letzter Zeit einen starken Aufschwung erlebt, doch einige einzelne Aktien scheinen immer noch zu weitaus größeren Kursbewegungen fähig zu sein. Insbesondere gibt es zwei namhafte Footsie-Aktien, die meiner Ansicht nach in diesem Jahr das Potenzial haben, zu steigen. Aber werden sie?
Führend im Verteidigungssektor
BAE-Systeme (LSE: BA.) hat bereits eine deutliche Neubewertung erfahren, da die Verteidigungsausgaben in Europa und in der NATO gestiegen sind.
Die Aktien sind im Jahr 2026 um 8,4 % gestiegen und liegen bei 1.901 Pence, während ich am 12. Februar schreibe und a gebe Marktkapitalisierung von 57 Milliarden Pfund. Das impliziert ein Nachlaufen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)-Verhältnis von etwa 29 und a Dividendenrendite rund 1,8 %. Der Preis ist in den letzten Jahren stark gestiegen, da die Regierungen ihre langfristigen Verteidigungsverpflichtungen erhöhen.
Ein Gewinn von 50 % von hier aus würde ein starkes Gewinnwachstum erfordern und dafür sorgen, dass der Markt weiterhin einen Aufschlag für „Sicherheits“-Anlagen zahlt. Angesichts der Fragezeichen über das globale Wachstum und steigende Verteidigungsbudgets scheint dies nicht unmöglich zu sein.
BAE verfügt bereits über einen Rekordauftragsbestand und mehrjährige Programme in Bereichen wie Kampfflugzeugen und Marinesystemen, die bei weiter steigenden Budgets zu einem weiteren Gewinnwachstum beitragen könnten.
Wenn die Gewinne schneller wachsen als erwartet und sich die Bewertung etwas weiter ausdehnt, könnte die Kombination aus Gewinnwachstum, Dividenden und einem höheren KGV-Verhältnis theoretisch sehr hohe Renditen liefern.
Das Risiko besteht darin, dass viele gute Nachrichten bereits eingepreist sind. Wenn die Verteidigungsausgaben nachlassen, sich Großaufträge verzögern oder Anleger entscheiden, dass die aktuelle Bewertung zu hoch ist, könnten sich die BAE-Aktien seitwärts bewegen oder fallen, anstatt zu steigen. Auch Investitionen in umstrittene Bereiche wie die Verteidigung sind nicht für jeden Anleger geeignet.
Ist Barclays unterbewertet?
Barclays (LSE: BARC) ist eine ganz andere FTSE 100-Geschichte. Die Aktien haben sich von der Bankenkrise der letzten Jahre deutlich erholt und werden zum Zeitpunkt des Schreibens bei 479 Pence gehandelt, was einem Anstieg von 56 % in den letzten 12 Monaten entspricht.
Selbst nach dieser Erholung erscheint Barclays mit einem KGV von 11,3, einem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KGV) von nahe 0,9 und einer Dividendenrendite von etwa 1,8 % immer noch bescheiden bewertet. Dieses Kurs-Buchwert-Verhältnis ist deutlich günstiger als bei Mitbewerbern wie z HSBC, NatWest Und Lloyds.
Die Argumente für einen potenziellen Gewinn von 50 % beruhen auf drei Säulen. Einer davon ist, dass das Management höhere Eigenkapitalrenditen erzielt, unterstützt durch Kostensenkungen und die Umgestaltung der Investmentbank.
Anleger müssten auch bereit sein, einen höheren Multiplikator zu zahlen, wenn sich die Rentabilität verbessert und die Zinssätze leicht sinken. Hinzu kommen die laufenden Aktienrückkäufe, die die Aktienzahl verringern und den Gewinn je Aktie steigern könnten.
Allerdings reagieren die Banken weiterhin sensibel auf die Verfassung der Wirtschaft, die Regulierung und Kreditausfälle. Ein schwächeres britisches Umfeld, steigende Forderungsausfälle oder neue regulatorische Probleme könnten den Aktienkurs begrenzen. Es besteht auch das Risiko, dass sich die Strategie der Bank nicht auszahlt und ein niedrigerer relativer Wert ein höheres Risiko widerspiegelt.
Wichtige Erkenntnisse
Sowohl BAE Systems als auch Barclays sind bekannte Footsie-Unternehmen, die in letzter Zeit ein starkes Wachstum verzeichneten. Vor diesem Hintergrund halte ich die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Anstiegs um 50 % derzeit für gering.
Obwohl ich denke, dass sie beide gute Akteure in ihren Sektoren sind, denke ich, dass Anleger erwägen sollten, zu beobachten und abzuwarten, bis die Bewertungen weiter sinken.

