Die turbulenteste Phase des Kryptomarktes im Jahr 2025 führte zu einem Rückgang, der mehr als 1,2 Billionen US-Dollar an Wert vernichtete und Bitcoin (BTC) stürzte von seinem kurzen Höchststand von 120.000 US-Dollar auf den Bereich von 80.000 US-Dollar ab.
Für viele Anleger lösten die Geschwindigkeit und Schwere des Ausverkaufs ein Déjà-vu aus den Jahren 2017 und 2022 aus. In der dieswöchigen Folge von Byte-Sized Insight hören Experten, dass dieser Abschwung anders – und weit weniger katastrophal – ist, als die Schlagzeilen vermuten lassen.
Bitcoin als sensibles Gut
Noelle Acheson, Makroanalystin und Autorin des Crypto is Macro Now Substack, argumentierte, dass der jüngste Rückgang „keine große Sache“ und vor allem „nicht systemisch“ sei. Stattdessen nannte sie es eine liquiditätsbedingte Korrektur, die durch veränderte Erwartungen in Bezug auf Zinssenkungen der Federal Reserve ausgelöst wurde.
„Bitcoin ist einer der empfindlichsten Vermögenswerte für die Liquiditätsstimmung.“
Acheson wies darauf hin, dass das Angebot an Bitcoin feststeht und die Nachfrage vollständig von der Stimmung bestimmt wird.
Sie hob auch eine beispiellose Veränderung hervor: Während dieses Abschwungs haben Bitcoin und Ether (ETH) Die Marktbeherrschung sank nicht, weil die Anleger in sicherere Krypto-Assets wechselten, sondern weil sie sich vollständig von Krypto abwandten und in Nicht-Krypto-Märkte wechselten.
Für sie ist dies ein Beweis dafür, dass Krypto mittlerweile eng mit Makrokräften und institutioneller Positionierung verflochten ist.
Marktreife, aber fehlende Erzählung
Für Tim Meggs, CEO und Mitbegründer von Lo:Tech, hat der Abschwung etwas anderes offenbart: Reife. Im Gegensatz zu früheren Crashs, bei denen es innerhalb weniger Tage zu einer Kaskade von Liquidationen und Unternehmensinsolvenzen kam, sei dieser Rückgang „gemessen“ worden, was die langsameren Entscheidungszyklen institutioneller Anleger widerspiegele, die jetzt in diesem Bereich aktiv seien.
„Institutionen agieren nicht so schnell wie der Einzelhandel.“
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Meggs erläuterte auch die Echtzeitsignale, die sein Unternehmen überwacht – Volatilität, offene Positionen, Liquidationen und Börsenaktivitäten – und verwies auf die jüngste Stabilisierung und erste Anzeichen einer erneuten Positionierung. Korrekturen, sagte er, seien nicht nur zu erwarten, sondern auch gesund: „Überschüssige Verschuldung auszuspülen ist keine schlechte Sache.“
Unterdessen beschrieb Glen Goodman, Händler und Autor des Buches „The Crypto Trader“, wie das Fehlen eines starken Marktnarrativs den Abschwung verstärkt hat. In vergangenen Zyklen bewegte sich Bitcoin auf Wellen des kollektiven Glaubens von der „globalen Währung“ zum „digitalen Gold“.
Heutzutage, so argumentierte er, fehle es der Kryptowährung an einem entsprechenden Narrativ, was sie anfälliger für die Volatilität von Technologieaktien und den makroökonomischen Druck mache.
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