Das US-amerikanische Amt des Währungsprüfers (OCC) hat den Nationalbanken grünes Licht gegeben, Kryptowährungen in ihren Bilanzen zu führen, um die Blockchain-Netzwerkgebühren zu bezahlen.
Die Anleitung, ausgegeben Im heutigen Auslegungsschreiben Nr. 1186 ist es den Banken außerdem gestattet, Kryptowährungen bereitzuhalten, um interne oder Drittanbieter-Kryptoplattformen zu testen.
Blockchain-Netzwerke erfordern native Token, um Transaktionen abzuwickeln. Diese Gebühren, oft auch „Gasgebühren“ genannt, sind unvermeidbar.
Das OCC sagte, dass Banken die Token halten können, von denen sie vernünftigerweise annehmen, dass sie sie benötigen. Dazu könnte die Zahlung von Gebühren im Rahmen von Krypto-Verwahrungsdiensten oder die Erleichterung von Kundentransaktionen gehören. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Drittanbietern zu verringern und betriebliche Risiken zu senken.
„Die Zahlung von Netzwerkgebühren ist ein notwendiger Bestandteil der Geschäftstätigkeit in Blockchain-Netzwerken“, sagte das OCC. „Das Halten von Krypto zu diesem Zweck ist zulässig, wenn es ansonsten rechtmäßige Bankaktivitäten unterstützt.“
„Zufällige“ Banknutzungen
In den Leitlinien wird betont, dass diese Aktivitäten „neben dem Bankgeschäft“ seien. Dieser Satz hat in der Regulierungssprache Gewicht. Das bedeutet, dass Banken dies legal tun können, solange die Aktivität ihnen dabei hilft, Kunden zu bedienen oder effizient zu arbeiten.
Der OCC zog sogar Parallelen zu historischen Bankpraktiken, etwa dem Halten von Fremdwährungen, Banknoten oder Anteilen an Zahlungssystemen, um Transaktionen zu erleichtern.
Mit anderen Worten: Banken mussten schon immer bestimmte Vermögenswerte halten, um Geschäfte tätigen zu können. Krypto ist nur die neueste Form.
Von Banken wird erwartet, dass sie Risiken sorgfältig verwalten. Sie müssen Betriebs-, Markt-, Liquiditäts-, Cybersicherheits- und Rechtsrisiken im Auge behalten. Der gehaltene Kryptobetrag sollte im Verhältnis zum Kapital der Bank minimal bleiben.
Der Brief kommt unter der Leitung von Rechnungsprüfer Jonathan Gould, einem Trump-Beauftragten bestätigt im Juli 2025. Unter seiner Amtszeit hat das OCC kryptofreundlicher werden. Frühere Leitlinien ermöglichten es Banken, als Knotenpunkte in Blockchain-Netzwerken zu fungieren, Kryptoverwahrungsdienste anzubieten und mit Stablecoins zu arbeiten.
Unterdessen werden noch umfassendere Regeln für Stablecoin-Emittenten im Rahmen des GENIUS Act ausgearbeitet. Der Schritt des OCC signalisiert jedoch, dass die US-Regulierungsbehörden bereit sind, Banken eine sichere und effiziente Teilnahme an Kryptowährungen zu ermöglichen.
Da sich immer mehr Banken mit digitalen Vermögenswerten befassen, könnte dieser Leitfaden die Einführung beschleunigen. Es verbindet traditionelles Finanzwesen und Blockchain und bietet Banken einen klareren Weg, Krypto in den täglichen Betrieb zu integrieren.
Anfang dieses Jahres gab das OCC Leitlinien (Interpretive Letter 1184) heraus, die es Nationalbanken und Bundessparkassen ermöglichen, Kryptowährungsverwahrungs- und Handelsdienstleistungen anzubieten.
Im Wesentlichen können Banken digitale Vermögenswerte im Namen ihrer Kunden kaufen und verkaufen, Kryptoaktivitäten an Dritte auslagern und damit verbundene Dienstleistungen wie Buchhaltung, Steuerberichte und Compliance anbieten.

