Kryptomarkt Gefühl ist auf ungewöhnlich anhaltende Weise pessimistisch geblieben. Der Februar markierte den fünften Monat in Folge mit einem roten Monatsschluss, was den anhaltenden Abwärtsdruck unterstreicht.
Die Stimmung verschlechtert sich weiter, wobei die Bären die Kontrolle fest im Griff haben, was sich in den On-Chain-Daten und technischen Indikatoren widerspiegelt. Die Dynamik bleibt schwach, die Beteiligung ist zurückgegangen und die Liquiditätsbedingungen bleiben fragil.
Bei Abschwüngen dieser Größenordnung liefert das Anlegerverhalten außerhalb der Preisdiagramme oft einen entscheidenden Kontext. Off-Chain-Signale, insbesondere Suchverhalten, bieten Einblick in Aufmerksamkeitszyklen und Kapitalabsichten.
Diese Analyse nutzt das Google-Suchinteresse für „Krypto“ als Verhaltensindikator, um zu beurteilen, ob der Markt möglicherweise kurz vor der Erschöpfung steht oder sich auf eine strukturelle Erholung vorbereitet.
Das Suchinteresse sinkt
Das Suchinteresse diente in der Vergangenheit als verlässlicher Barometer für die Marktbeteiligung.
Phasen steigender Suchaktivitäten fallen typischerweise mit steigender Nachfrage und steigenden Bewertungen zusammen. Umgekehrt deutet ein starker Rückgang des Suchvolumens auf eine Abneigung der Anleger hin, was häufig auf eine erhöhte Risikowahrnehmung und Kapitalerhaltungsstrategien zurückzuführen ist.
Eine genaue Untersuchung historischer Daten zeigt eine bemerkenswerte Korrelation zwischen Preisbewegungen (schwarze Linie) und Schwankungen des Suchinteresses. Obwohl sie nicht perfekt synchronisiert sind, haben sich beide Kennzahlen im Allgemeinen über die Zyklen hinweg parallel entwickelt.
Zum Zeitpunkt der Drucklegung ist das Google-Suchinteresse an Krypto-Assets auf einen der niedrigsten Werte seit 2022 gesunken. Auch das Engagement auf wichtigen Plattformen, darunter Twitter, YouTube, Facebook und Instagram, hat erheblich abgenommen, was den allgemeinen Rückgang der Aufmerksamkeit verstärkt.
Dieser Rückgang deutet darauf hin, dass sich das Kapital in Richtung Stablecoins, Fiat-Äquivalente oder traditionelle defensive Vermögenswerte verlagert hat.
Der allgemeine Marktrückgang fiel mit dem Abfluss von Kapital in Höhe von schätzungsweise 1,96 Billionen US-Dollar aus dem Sektor zusammen, was sowohl auf den Schuldenabbau als auch auf eine risikoscheue Positionierung zurückzuführen ist.
Korrelationsmuster identifizieren
Um mögliche Wendepunkte zu ermitteln, wurden Google Trends-Daten für das Keyword „Krypto“ im Vergleich zu historischen Preiszyklen analysiert. Die Kennzahl hat makroökonomische Preisbewegungen konsequent und mit bemerkenswerter Zuverlässigkeit verfolgt.
In früheren Zyklen trug das unterdrückte Suchinteresse dazu bei, lokale Tiefststände und die frühen Phasen breiterer Erholungstrends zu markieren. Eine ähnliche Dynamik wurde im Mai 2021, September 2023, Oktober 2024 und April 2025 beobachtet, allerdings typischerweise mit einer leichten Verzögerung im Verhältnis zum Preis.
Zwei kritische Suchinteressenzonen: 31 und 28, sind in der Vergangenheit auf wichtige Wendepunkte des Marktes ausgerichtet. Die aktuellen Werte bewegen sich in der Nähe des 42-Prozent-Niveaus, was darauf hindeutet, dass möglicherweise eine weitere Komprimierung erforderlich ist, bevor ein Stimmungsreset abgeschlossen ist.
Obwohl dies keine Garantie für eine Erholung ist, bleiben die Niveaus strukturell bedeutsam. Gleichzeitig nähert sich die Preisbewegung einem wichtigen Unterstützungsbereich (im Diagramm blau hervorgehoben), in dem frühere Akkumulationsphasen auftraten.
Über das Suchverhalten hinaus bieten umfassendere Stimmungsindikatoren zusätzliche Bestätigung.
Der Angst- und Gier-Index hat den Bereich der extremen Angst betreten, einen Bereich, der in der Vergangenheit mittelfristigen Erholungen vorausging.
Obwohl der Index kein genaues Timing liefert, fielen frühere Fälle einer ähnlichen Angstkomprimierung mit Akkumulationsperioden zusammen, die sich später in einem Preisanstieg niederschlugen. Aktuelle Messwerte stellen einen der dar Die ausgeprägtesten Angstumgebungen in den letzten Zyklen.
Bitcoin-Dominanz als Liquiditätssignal
Bitcoin verfügt weiterhin über den Großteil der Marktliquidität, wobei die Dominanz derzeit bei 58,29 % liegt CoinGlass. Die Überwachung der Bitcoin-Dominanz bietet Einblick in die frühe Erholungsdynamik.
In anfänglichen Erholungsphasen fließt Kapital typischerweise in Bitcoin, bevor es in Altcoins mit höherem Beta umwandelt. Infolgedessen markiert die zunehmende Dominanz von Bitcoin oft die erste strukturelle Veränderung der Liquiditätsbedingungen.
Zu den wichtigsten zu überwachenden Schwellenwerten gehört ein Durchbruch über 60 %, wobei der 64 %-Bereich ein entscheidenderes Strukturniveau im Dominanzdiagramm darstellt. Eine anhaltende Bewegung durch diese Zonen würde auf eine Kapitalkonzentration und mögliche Bedingungen für eine Erholung im Frühstadium hinweisen.
Derzeit hat der Markt keine Erholungsphase bestätigt. Die Liquidität bleibt begrenzt und eine weitere Abwärtsvolatilität kann nicht ausgeschlossen werden, bevor eine Stabilisierung eintritt.
Allerdings deuten Verhaltenskennzahlen und Stimmungseintrübungen darauf hin, dass sich der Markt eher einer vorbereitenden Akkumulationsphase als der Mitte des Rückgangs nähert.
Abschließende Zusammenfassung
- Das Suchinteresse bleibt gedämpft und hat sich noch nicht an historische Niveaus oder Diagrammstrukturen angepasst, die typischerweise anhaltenden Rallyes vorausgehen.
- Die Verfolgung der Liquiditätsrotation in Bitcoin könnte eine klarere Bestätigung dafür liefern, dass Kapital in den breiteren Kryptomarkt zurückkehrt.




