Lightning Labs hat ein neues Open-Source-Toolkit veröffentlicht, das es KI-Agenten ermöglichen soll, direkt im Bitcoin Lightning Network zu agieren und autonomen Systemen eine native Möglichkeit zur Durchführung von Zahlungen und zum Zugriff auf Dienste bereitzustellen.
Das Unternehmen sagt Die Tools schließen eine zentrale Lücke in der aufstrebenden KI-Wirtschaft: Sie ermöglichen es Agenten, Transaktionen ohne menschliches Eingreifen durchzuführen.
Michael Levin, Leiter Produktwachstum bei Lightning Labs, erklärte, dass das Toolkit es KI-Systemen ermöglicht, einen Lightning-Knoten zu betreiben, für Dienste zu bezahlen und kostenpflichtige Endpunkte zu hosten, ohne dass eine Identitätsprüfung, API-Schlüssel oder eine herkömmliche Registrierung erforderlich sind.
Das Repository umfasst sieben modulare Funktionen, die Aufgaben wie Knotenverwaltung, Schlüsselisolierung, bereichsbezogene Anmeldeinformationen, L402-basierte Zahlungen, kostenpflichtiges Endpunkt-Hosting und Abfragen des Status eines Knotens abdecken.
„Inget“ – Ihr Bitcoin-Zahlungsagent
Ein zentrales Feature der Veröffentlichung ist lnget, ein Befehlszeilen-HTTP-Client, der mit dem L402-Zahlungsstandard arbeitet. L402 basiert auf dem HTTP 402-Statuscode „Zahlung erforderlich“ im Internet. Anstatt eine Anmeldung oder einen API-Schlüssel zu erfordern, antwortet ein L402-fähiger Server auf eine Anfrage mit einer Lightning-Rechnung.
lnget liest die Rechnung automatisch, bezahlt sie über ein angeschlossenes Lightning-Backend und ruft einen kryptografischen Zahlungsnachweis ab. Der Agent kann dann auf die angeforderte Ressource zugreifen und nachfolgende Anfragen verwenden zwischengespeicherte Anmeldeinformationen wieder.
Die Tools unterstützen mehrere Blitz Backends. Benutzer können über gRPC eine direkte Verbindung zu einem lokalen lnd-Knoten herstellen, Lightning Node Connect für den verschlüsselten Tunnelzugriff verwenden oder mit einer eingebetteten Neutrino Light Wallet experimentieren.
Diese Flexibilität ermöglicht es Entwicklern, zu experimentieren, ohne einen vollständigen Lightning-Knoten ausführen zu müssen, und gleichzeitig die Kompatibilität mit Produktions-Setups aufrechtzuerhalten.
Lightning Labs bezeichnet den Start als einen Schritt in Richtung eines „maschinenzahlbaren Webs“. Herkömmliche Finanzsysteme wie Kreditkarten oder Bankkonten eignen sich nicht gut für autonome Agenten, die sofortige, programmatische Zahlungen oft zu sehr geringen Beträgen benötigen.
Die Kombination von lnget auf der Clientseite und Lightning Labs‘ Öffnung Der Reverse-Proxy auf der Serverseite ermöglicht eine vollständige Handelsschleife: Ein Agent kann einen kostenpflichtigen Dienst hosten und ein anderer ihn nutzen, wobei Lightning die Zahlung im Hintergrund abwickelt.
Sicherheit privater Schlüssel
Der Schwerpunkt des Toolkits liegt auf der Sicherheit. Lightning Labs empfiehlt die Verwendung der LND-Remote-Signer-Architektur, die die Speicherung privater Schlüssel vom Knotenbetrieb trennt. Der Agent kann mit dem Knoten interagieren, ohne jemals direkt auf private Schlüssel zuzugreifen.
Entwickler können auch bereichsbezogene Anmeldeinformationen, sogenannte Makronen, verwenden, die eingeschränkte Berechtigungen wie „Nur zahlen“, „Nur auf Rechnung“ oder „Nur Lesen“ gewähren und so das Risiko verringern und den Agenten gleichzeitig sichere Transaktionen ermöglichen.
Die Veröffentlichung von Lightning Labs erfolgt im Zuge umfassenderer Bemühungen, KI-Zahlungen zu ermöglichen, an Bedeutung zu gewinnen.
Coinbase kürzlich enthüllt Agentic Wallets ermöglichen es Agenten, Gelder zu halten, Zahlungen zu tätigen und Token über das x402-Protokoll zu handeln, während Stripe eine Vorschau auf maschinelle Zahlungen für USDC gezeigt hat.

