Bildquelle: Getty Images
Vor etwa zwei Jahren hat ein Freund von mir einen beträchtlichen Teil seiner selbstinvestierten persönlichen Rente (SIPP) in die USA gesteckt Fundsmith Equity Fonds. Es sei eine „Katastrophe“ gewesen, sagte er mir kürzlich.
Wenn ich mir jetzt die Leistungszahlen ansehe, kann ich seinen Standpunkt verstehen. Im Vergleich zum Gesamtmarkt war es eine sehr schlechte Investition. Lohnt es sich also, den Fonds im Jahr 2026 noch zu halten?
Negative Renditen
Betrachtet man die Zwei-Jahres-Performance, ist dieser Fonds wirklich ein Mist. Laut Hargreaves Lansdown betrug die Rendite im letzten Jahr (bis zum 26. März) -8,6 %.
Im Jahr davor lag die Rendite bei etwa -2,7 %. Wenn wir diese jährlichen Renditen zusammenzählen, kommen wir auf eine Gesamtrendite von etwa -11 %.
Es kommt jedoch noch schlimmer. Fundsmith ist ein ziemlich teurer Fonds – bei Hargreaves Lansdown betragen die Gebühren 0,94 % pro Jahr.
Dadurch werden weitere etwa 2 % eingespart. Insgesamt sind die Anleger also um etwa 13 % gesunken.
Wie haben sich andere Vermögenswerte entwickelt?
Natürlich ist eine Rendite von -13 % nicht das Ende der Welt. Davon kann sich ein Anleger ziemlich leicht erholen.
Im Vergleich zu den Renditen einiger anderer Vermögenswerte ist dies jedoch sehr enttäuschend. Im gleichen Zeitraum:
- Ein All-World Index ETF ist um etwa 23 % gestiegen (in GBP)
- A FTSE 100 ETF beträgt etwa 35 %
- Rolls-Royce Aktien sind um etwa 170 % gestiegen
- Nvidia Aktien sind um etwa 85 % gestiegen (in USD)
Letztendlich hätten Anleger mit anderen Fonds und/oder Aktien deutlich höhere Renditen erzielen können.
Mehrere Probleme
Was ist schief gelaufen? Viele Dinge.
Zunächst einmal war der „Qualitäts“-Investitionsstil des Fondsmanagers Terry Smith nicht besonders beliebt. Die Anleger standen im Fokus Value-Aktien und stattdessen zyklische Aktien.
Zweitens hat Smith große Themen vermisst. Beispiele hierfür sind der KI-Ausbau und der Superzyklus der Verteidigungsausgaben.
Drittens hat Smiths Aktienauswahl ihn im Stich gelassen. Viele Aktien im Portfolio haben sich spektakulär schlechter entwickelt – ein großes Problem, wenn man nur etwa 30 Aktien besitzt.
Bessere Optionen im Jahr 2026?
Lohnt es sich also, an diesem Produkt festzuhalten? Nun, das könnte der Fall sein, wenn ein Anleger einen qualitätsorientierten Fonds sucht (ich mag immer noch Qualität als Anlagestil) und/oder einen Fonds, der sich nicht wie der breitere Markt verhält.
Ich möchte darauf hinweisen, dass die langfristig Die Erfolgsbilanz ist immer noch sehr gut. Zwischen seiner Auflegung im Jahr 2010 und Ende Februar erzielte er eine Rendite von 13,5 % pro Jahr.
Persönlich denke ich jedoch, dass es heute auf dem Markt bessere Investitionen gibt, die man in Betracht ziehen sollte. Ein Fonds, der mir besser gefällt, ist der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (LSE: VWRP), das ein breites Engagement auf den globalen Märkten bietet.
Der Vorteil dieser Art von Indexprodukt besteht darin, dass es automatisch Gewinne von Unternehmen erfasst, die deutlich größer werden. Zum Beispiel, wenn Uber oder Palantir Sollten sich Unternehmen zu Billionen-Dollar-Unternehmen entwickeln, würde der ETF ihre Steigerungen erfassen.
Ein weiterer Vorteil sind die geringen Kosten. Die Gebühren betragen nur 0,19 %, was bedeutet, dass es weitaus kostengünstiger ist als Fundsmith.
Die Kehrseite ist, dass dieses Produkt garantiert fallen wird, wenn die wichtigsten Börsenindizes fallen, da es sich um einen Index-Tracker handelt (ein aktiv verwalteter Fonds wie Fundsmith könnte potenziell eine positive Rendite erzielen).
Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der Schwerpunkt stark auf früheren Gewinnern liegt. Zum Beispiel, Apfel Und Microsoft haben große Gewichtungen.
Insgesamt halte ich es jedoch für eine solide Kernposition und glaube, dass es eine Überlegung wert ist.

