Jahrelang, Vodafone‘S (LSE: VOD) Der Aktienkurs wurde durch hohe Schulden, regulatorische Schocks in Deutschland und eine unterdurchschnittliche Entwicklung der spanischen und italienischen Märkte belastet.
Die Anleger gewöhnten sich an Dividendenkürzungen, Portfolioumschichtungen und einen Aktienkurs, der in der Nähe von Mehrjahrestiefs gefangen zu sein schien.
Aber nach diesen Jahren des Krisenmanagements scheint sich eine klarere Strategie abzuzeichnen. Dazu gehört der Ausstieg aus schwächeren Regionen, die Reduzierung der Verschuldung und die Konzentration auf Wachstumsmotoren in Afrika, der Türkei und Großbritannien.
Die Frage ist also, wie stark die Gewinne des Unternehmens steigen werden und wie stark könnte dies den Aktienkurs in die Höhe treiben?
Strategischer Wandel spiegelt sich in den Ergebnissen wider
Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 zeigten ein organisches Wachstum des Serviceumsatzes um 5,1 % im Vergleich zum Vorjahr auf 30,8 Mrd. € (26,9 Mrd. £). Dies unterstreicht, dass das Unternehmen auch nach Jahren der Stagnation noch Wachstum erzielen kann.
Der Gesamtumsatz stieg um 2 % auf 37,4 Milliarden Euro, während das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Leasingverhältnissen (EBITDAaL) auf 11 Milliarden Euro kletterte. Dadurch verbesserten sich die Margen auf 30 %.
Entscheidend ist, dass der freie Cashflow 2,5 Milliarden Euro betrug und damit die Prognose übertraf und zeigt, dass sich die Restrukturierungsbemühungen auszahlen. Dies könnte ein wichtiger Wachstumstreiber sein.
Auch in der Bilanz zeigte sich ein Fortschritt: Die Nettoverschuldung konnte innerhalb von zwei Jahren um rund 11 Milliarden Euro reduziert werden. Ausschlaggebend dafür waren Vermögensverkäufe, darunter auch Verkäufe aus Spanien und Italien – zwei Märkten, die die Performance lange belastet hatten.
Die am 11. November veröffentlichten Zahlen für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2026 zeigten ein anhaltendes zweistelliges Wachstum in den Schwellenländern. Der Gesamtumsatz stieg um 7,3 % auf 19,609 Mrd. €.
Strategisch gesehen wurde die Fusion mit Three – zur Gründung von „VodafoneThree“ – als eine Hervorhebung hervorgehoben „Schnellstart“. Allerdings stellt jeder größere Integrationsfehler weiterhin ein Hauptrisiko dar, das sich negativ auf Geld, Service und Reputation auswirken kann.
Entscheidender Gewinnwachstumsausblick
Gewinne (Wachstum) sind der wichtigste langfristige Treiber für den Aktienkurs und die Dividenden eines jeden Unternehmens.
Im Zahlen für das erste Halbjahr 2026Vodafone sagte, dass es nun damit rechnet, am oberen Ende seiner Prognosespanne zu liegen. Diese sind: bereinigtes EBITDAaL von 11,3 bis 11,6 Milliarden Euro und bereinigter freier Cashflow von 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro.
Hier könnte die Fusion mit Three UK einen Wandel bewirken und Vodafone einen größeren Wettbewerbsvorteil verschaffen BT und Virgin Media O2. Unterdessen sorgen Afrika und die Türkei weiterhin für starkes Wachstum.
Der größte Markt von Vodafone – Deutschland –, der von regulatorischen Änderungen rund um die Bündelung von TV-Verträgen betroffen ist, bleibt der Lackmustest. Die steigenden Kundenzufriedenheitsbewertungen deuten jedoch darauf hin, dass der Grundstein für eine Erholung gelegt wird.
Angesichts dieser Faktoren prognostizieren Analysten, dass die Gewinne von Vodafone bis 2028 um beeindruckende 55 % pro Jahr steigen werden.
Wie unterbewertet sind die Aktien also?
Auf dem Schlüssel Preis-Umsatz-Verhältnis Vodafone liegt mit 0,7 im Vergleich zu seinen Mitbewerbern mit einem Durchschnittswert von 1,3 am Schlusslicht. Diese sind BT bei 0,9, Orange um 1, Deutsche Telekom bei 1,1 und Telenor am 2.4.
Das Gleiche gilt für das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,5 im Vergleich zum Durchschnitt von 1,9 bei den Mitbewerbern.
Eine Discounted-Cashflow-Analyse zeigt, dass die Aktien des Unternehmens zum aktuellen Preis von 95 Pence um 60 % unterbewertet sind. Dies bedeutet, dass ihr „fairer Wert“ 2,38 £ beträgt.
Dies ist von entscheidender Bedeutung, da die Vermögenspreise im Laufe der Zeit tendenziell zu ihrem beizulegenden Zeitwert tendieren.
Meine Anlageansicht
Da ich bereits BT-Aktien besitze, würde eine weitere Telekommunikationsaktie mein Portfolio aus dem Gleichgewicht bringen.
Ich glaube jedoch, dass das enorme Gewinnwachstumspotenzial von Vodafone langfristig zu einer erheblichen Aufwärtsbewertung des Aktienkurses führen wird.
Daher denke ich, dass es für andere Anleger eine Überlegung wert ist.

