Der Ökonom der Europäischen Zentralbank (EZB), Georg Müller, kommentierte während der europäischen Sitzung am Freitag das derzeitige Interesse Tarife angemessen ist und die wirtschaftliche Lage sich allmählich verbessert hat.
Marktreaktion
EUR/USD Der Handel wird während der europäischen Handelszeiten weiterhin vorsichtig in der Nähe des am Donnerstag veröffentlichten Zweiwochentiefs um 1,1560 gehandelt.
EZB-FAQs
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Reservebank der Eurozone. Die EZB legt die Zinssätze fest und verwaltet die Geldpolitik für die Region. Das Hauptmandat der EZB besteht darin, die Preisstabilität zu gewährleisten, was bedeutet, die Inflation bei etwa 2 % zu halten. Ihr wichtigstes Instrument zur Erreichung dieses Ziels ist die Erhöhung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze führen in der Regel zu einem stärkeren Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft in acht Sitzungen im Jahr geldpolitische Entscheidungen. Entscheidungen werden von den Leitern der Nationalbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter der Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, getroffen.
In Extremsituationen kann die Europäische Zentralbank ein politisches Instrument namens Quantitative Easing einführen. QE ist der Prozess, bei dem die EZB Euro druckt und diese zum Kauf von Vermögenswerten – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstituten verwendet. QE führt normalerweise zu einem schwächeren Euro. QE ist der letzte Ausweg, wenn eine bloße Senkung der Zinssätze das Ziel der Preisstabilität wahrscheinlich nicht erreichen wird. Die EZB nutzte es während der Großen Finanzkrise 2009–2011, im Jahr 2015, als die Inflation hartnäckig niedrig blieb, sowie während der Covid-Pandemie.
Die quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE. Sie wird nach der quantitativen Lockerung durchgeführt, wenn eine wirtschaftliche Erholung im Gange ist und die Inflation zu steigen beginnt. Während die Europäische Zentralbank (EZB) in der QE-Phase Staats- und Unternehmensanleihen von Finanzinstituten kauft, um diese mit Liquidität zu versorgen, hört die EZB in der QT-Phase auf, weitere Anleihen zu kaufen und das fällige Kapital nicht mehr in die Anleihen zu investieren, die sie bereits hält. Für den Euro ist es normalerweise positiv (oder bullisch).

