Norwegian Cruise Line Holdings (NCLH) macht nichts im Stillen. Das Unternehmen, das 1966 das „Freestyle Cruising“ ins Leben rief, bescherte seinen Bären heute einen sehr un-Freestyle-Moment: eine 12,15-prozentige Explosion in einer einzelnen Sitzung bei einem Volumen von über 60 Millionen Aktien, was ungefähr dem Dreifachen seines durchschnittlichen Tagesumsatzes entspricht.
Der Katalysator? Das Aktivisten-Kraftpaket Elliott Management hat einen Anteil von mehr als 10 % erworben und klopft nun an die Tür des Vorstands. Aber das macht die Sache technisch so faszinierend: Der ganze Schwung hat NCLH direkt in eine Widerstandsmauer getrieben, die seit über einem Jahr Rallyes abwehrt.
Werfen Sie einen Blick auf den Chart zurück bis Anfang 2025, als NCLH bei etwa 29,50 $ gehandelt wurde. Was folgte, war ein anhaltender, schmerzhafter Abwärtstrend – ein Rückgang, der schließlich ein 52-Wochen-Tief von 14,21 $ erreichte, bevor die Käufer wieder einschritten Aktie hat zwei bedeutende Erholungsversuche unternommen: eine, die im August etwa 27 US-Dollar erreichte, und eine andere, die Ende 2025 in Richtung 25 US-Dollar stieg. Beide wurden abgelehnt. Wenn Sie diese Hochs verbinden, erhalten Sie die gelbe absteigende Trendlinie, die nun bei etwa 25,00 $ den Chart durchschneidet – und damit nur 90 Cent über dem heutigen Schlusskurs von NCLH bei 24,10 $ liegt.
Diese Trendlinie ist derzeit die Geschichte.
Elliotts These ist nicht subtil. Berichten zufolge bezeichnete das Unternehmen NCLH als „zutiefst unterbewertet“, und das zu einer Zeit, in der die Kreuzfahrtbranche im Allgemeinen auf Hochtouren läuft. Der überwältigende Gewinn von Royal Caribbean diese Woche – die sieben der buchungsstärksten Wochen in der Unternehmensgeschichte umfasste – sorgte für den Rückenwind der Branche, der den heutigen Schritt verstärkte. Wenn man NCLHs eigene solide Betriebsdynamik (das dritte Quartal 2025 lieferte einen Rekordumsatz von 2,9 Milliarden US-Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,20 US-Dollar und übertraf damit die Prognose) und ein bereinigtes Gewinn-EPS-Ziel für 2026 von 2,45 US-Dollar hinzu, sieht das fundamentale Argument überzeugend aus.
Aber überzeugende Fundamentaldaten und ein sauberer technischer Ausbruch sind zwei verschiedene Dinge.
Für Bullen ist die Situation unkompliziert: Ein entscheidender Schlusskurs über 25 US-Dollar (wobei das Volumen die Bewegung bestätigt) würde die absteigende Trendlinie durchbrechen und die Tür in Richtung der Zone von 27 bis 28 US-Dollar öffnen, wo frühere Versuche ins Stocken geraten waren. Das ist das Niveau, das man vor dem 2. März im Auge behalten sollte, wenn NCLH unter dem neuen CEO John Chidsey erstmals Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegt.
Für die Bären hat der heutige Schritt, so mächtig er auch ist, noch nichts kaputt gemacht. Von Aktivisten verursachte Lücken können schnell verschwinden, wenn sich der breitere Markt ändert oder wenn Elliotts Forderungen auf den Widerstand des Vorstands stoßen. Gelingt es nicht, die 25-Dollar-Marke auf Schlussbasis zu überwinden – insbesondere wenn das Volumen in den nächsten Sitzungen nachlässt –, würde die längerfristige Struktur intakt bleiben und möglicherweise einen erneuten Test der darunter liegenden Unterstützungszone von 21 bis 22 US-Dollar auslösen.
Was mich an diesem Setup am meisten fasziniert, ist das Timing. NCLH nähert sich einem Trendlinientest mit einem neuen aktivistischen Aktionär, einem neuen CEO und einem wichtigen Gewinnbericht, die alle in den nächsten zwei Wochen zusammenlaufen. Ob diese absteigende Trendlinie endlich durchbricht oder sich wieder durchsetzt, die Antwort kommt bald.

