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Investitionen in Wachstumsaktien können eine großartige Möglichkeit sein, im Laufe der Zeit Vermögen aufzubauen, sie können jedoch auch riskant sein. Hohe Bewertungsmultiplikatoren können bedeuten, dass kleine Störungen große Auswirkungen haben.
Wer mit dem Investieren beginnt, muss sich Gedanken über die Analyse von Wachstumsaktien machen. Die gute Nachricht ist, dass sie sich nicht so sehr von anderen Aktien unterscheiden.
Wachstum und Wert
Alle Anleger sollten daran interessiert sein, wie viel Geld ein Unternehmen in Zukunft verdienen wird. Aber der Hauptunterschied ist der Zeitpunkt, an dem die Gewinne eingehen.
Value-Aktien sind Aktien von Unternehmen, deren Gewinne aktuell (oder in naher Zukunft) den aktuellen Aktienkurs rechtfertigen. Bei Wachstumsaktien liegen diese weiter in der Zukunft.
Das bedeutet, dass bei Wachstumsaktien ein gewisses Risiko besteht. Wenn die Erträge nicht wie erwartet eintreten, kann eine Investition schlecht ausfallen und jemand eine überbewertete Aktie zurücklassen.
Daher ist die zentrale Frage für Wachstumsinvestoren, wie lange ein Unternehmen seine Gewinne weiter steigern kann. Und diese Frage besteht aus zwei Teilen.
Die erste Frage ist, wie schnell ein Unternehmen in neue Produktlinien, Standorte oder Regionen expandieren kann. Die zweite Frage ist, welche Art von Wachstum es generieren kann, wenn es diesen Punkt erreicht hat.
Das sind nicht immer einfache Fragen. Aber schauen wir uns ein Beispiel an, um die Punkte in der Praxis zu veranschaulichen.
Eine Top-FTSE-100-Aktie
Halma (LSE:HLMA) ist eines der leistungsstärksten FTSE 100 Wachstumsaktien der letzten 10 Jahre. Es handelt sich um eine Ansammlung spezialisierter Technologieunternehmen, die sich auf Sicherheit konzentrieren.
Eine wichtige Wachstumsquelle des Unternehmens war die Übernahme anderer Unternehmen. Dies ist jedoch nicht auf unbestimmte Zeit möglich, daher müssen Anleger darüber nachdenken, wie lange dies anhalten kann.
Halma ist für britische Verhältnisse groß, sollte aber in der Lage sein, sein Wachstum noch einige Zeit durch Akquisitionen anzukurbeln. Das Risiko besteht jedoch darin, dass das Unternehmen für ein Unternehmen zu viel bezahlt.
Die zweite Frage ist, was passiert, wenn diese Möglichkeiten knapper werden. Aus diesem Grund achten Anleger besonders auf eine Kennzahl namens „organisches Umsatzwachstum“.
Dies misst, wie stark der Umsatz in den bestehenden Geschäftsbereichen des Unternehmens steigt. Und dieser liegt seit 2020 konstant über 10 % pro Jahr, was sehr beeindruckend ist.
Basierend auf den angepassten Kennzahlen des Unternehmens werden Halma-Aktien bei a gehandelt Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 34. Das ist für britische Verhältnisse hoch, aber Anleger müssen herausfinden, ob es gerechtfertigt ist oder nicht.
Schlussfolgerungen zum Investieren
Halma-Aktien sehen teuer aus, aber es gibt Grund zu der Annahme, dass dies möglicherweise nicht der Fall ist. Wenn das Unternehmen weiterhin jährlich um 10 % wächst, sinkt das KGV innerhalb von fünf Jahren auf 20.
Das ist die organische Wachstumsrate der letzten fünf Jahre. Und obwohl es keine Garantien gibt, sind in der Berechnung keine Margenausweitungen oder Akquisitionen enthalten.
Vor diesem Hintergrund denke ich, dass die Schätzung einigermaßen konservativ sein könnte. Daher sollten Anleger sich die scheinbar teure Aktie genauer ansehen.
Letztlich geht es bei allen Investitionen um die zukünftigen Gewinne eines Unternehmens. Aber Wachstumsinvestoren versuchen in der Regel, geduldig zu sein, um später größere Gewinne zu erzielen.
Anleger müssen sich vor Unternehmen in Acht nehmen, die ihren Erwartungen nicht gerecht werden. Aber wenn die Dinge gut laufen, können Wachstumsaktien im Laufe der Zeit enormen Wohlstand schaffen.

