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Der Aktienmarkt erholte sich diese Woche, als die USA und der Iran einen vorübergehenden Waffenstillstand ankündigten. Das läuft in 10 Tagen ab.
Dies gibt beiden Seiten Zeit, über US-Sanktionen und die nukleare Kapazität Irans zu verhandeln. Aber was passiert danach?
Verhandlungsfenster
Die Kriegspause ist ein vorübergehendes Verhandlungsfenster. Und potenzielle Ergebnisse lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen.
Am optimistischsten ist ein Atomabkommen. Dazu gehören Beschränkungen der Urananreicherung durch den Iran und die Aufhebung der Öl- und Bankensanktionen der USA.
Das Worst-Case-Szenario ist die Rückkehr zum offenen Konflikt. Es ist überhaupt nicht klar, ob dies für beide Seiten von Vorteil ist, aber man kann es nicht ausschließen.
Irgendwo in der Mitte befindet sich eine Erweiterung des Verhandlungsfensters. Das könnte das politisch einfachste (und daher wahrscheinlichste) Ergebnis sein.
Die Bandbreite der Ergebnisse macht Prognosen möglich Der nächste Schritt der Börse schwierig. Aber die gute Nachricht für Anleger ist, dass sie das nicht tun müssen.
Endspiel investieren
Anleger müssen über zwei Dinge nachdenken. Das eine ist, wo die Aktienkurse jetzt sind, und das andere ist, wo sie wahrscheinlich sein werden, wenn sie verkaufen wollen.
Wie der Weg zwischen diesen beiden Punkten aussieht, spielt keine Rolle. Der FTSE 100 ist in den letzten 10 Jahren um 71 % (plus Dividenden) gestiegen. In dieser Zeit gab es einige unglaublich unsichere Zeiten. Am offensichtlichsten war die Covid-19-Pandemie.
In dieser Zeit ging es schnell. Aber Anleger mussten nicht vorhersagen können, was in den nächsten Wochen passieren würde.
Sie mussten wissen, dass qualitativ hochwertige Unternehmen gut abschneiden würden im Laufe der Zeit. Und das ist im Moment immer noch das Wichtigste.
Qualität zuerst
Ein Beispiel aus dem FTSE 100 ist Halma (LSE:HLMA). Das Unternehmen ist eine Gruppe von Unternehmen, die Produkte für die Arbeitssicherheit herstellen.
Diese agieren in spezialisierten Nischen, was den Wettbewerb einschränkt. Und ihre Produkte müssen oft immer strengere regulatorische Standards erfüllen.
Dies macht das Unternehmen äußerst schwer zu stören, kann aber auch die Wachstumsaussichten einschränken. Halma versucht jedoch, dieses Problem durch Akquisitionen anzugehen.
Der Kauf anderer Unternehmen kann riskant sein. Und das Unternehmen hat in den letzten Jahren begonnen, höhere Preise für Deals zu zahlen, was mich etwas beunruhigt.
Das ist etwas, das man im Auge behalten sollte. Aber was die Kombination aus Widerstandsfähigkeit und guten Wachstumsaussichten angeht, ist Halma meiner Meinung nach kaum zu schlagen.
Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche
In Zeiten wie diesen verfällt man leicht in kurzfristiges Denken. Es ist viel los und es hat große Auswirkungen auf den Aktienmarkt.
Letztendlich sind die nächsten zehn Tage jedoch wahrscheinlich weniger wichtig, als die Anleger denken. Umso wichtiger ist es, die richtigen Unternehmen zu finden, in die man investieren kann.
Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 40 sind Halma-Aktien nicht billig. Aber Anleger müssen diesbezüglich etwas Wichtiges beachten.
Der freie Cashflow des Unternehmens übersteigt durchweg seinen Nettogewinn. Und das bedeutet, dass das KGV nicht die beste Kennzahl ist, auf die man achten sollte.
Auf Basis des freien Cashflows ist die Aktie attraktiver. Es ist immer noch teuer, aber ich denke, dass es für langfristige Anleger eine Überlegung wert ist.

