Es wird erwartet, dass das NZD/USD-Paar seine starken Wochengewinne der letzten beiden Tage konsolidiert und sich während der asiatischen Sitzung am Mittwoch in der Nähe seines höchsten Niveaus seit Anfang Oktober stabil hält, knapp unter der Mitte von 0,5800. Darüber hinaus begünstigt der fundamentale Hintergrund bullische Händler und legt nahe, dass der Weg des geringsten Widerstands für die Spotpreise nach oben führt.
Der US-Dollar (USD) hat Schwierigkeiten, Käufer anzuziehen, und verharrt aufgrund seiner zurückhaltenden Haltung nahe seinem tiefsten Stand seit Anfang Oktober Federal Reserve (Fed)-Erwartungen überschatten die positiven US-Wachstumszahlen vom Dienstag. Ein verspäteter Bericht des US-Handelsministeriums zeigte, dass die größte Volkswirtschaft der Welt im Zeitraum Juli–September auf Jahresbasis um 4,3 % gewachsen ist. Der Wert war stärker als die Konsensschätzungen und übertraf den im Vorquartal verzeichneten Anstieg von 3,8 %.
Der überraschende BIP-Anstieg hatte jedoch wenig Einfluss auf die Markterwartungen hinsichtlich einer weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die Fed. Tatsächlich rechnen Händler immer noch mit zwei weiteren Zinssenkungen im Jahr 2026, da die Verbraucherinflation schwächer ist und Anzeichen einer Abkühlung am US-Arbeitsmarkt vorliegen. Darüber hinaus erklärte US-Präsident Donald Trump, dass sich jeder Kandidat für die Rolle des Fed-Vorsitzenden zu einer Zinssenkung verpflichten müsse Tarife auch wenn es der Wirtschaft gut geht. Dies hält den USD gedrückt und verleiht dem NZD/USD-Paar Unterstützung.
Abgesehen davon wird ein allgemein positiver Risikoton als weiterer Faktor angesehen, der den relativen Status des Greenback als sicherer Hafen untergräbt und als Rückenwind für den vermeintlich risikoreicheren Kiwi wirkt. Der neuseeländische Dollar (NZD) erhält weitere Unterstützung durch die restriktive Prognose der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) für den künftigen politischen Kurs. Tatsächlich hatte RBNZ-Gouverneurin Ann Breman gesagt, dass der Leitzins wahrscheinlich noch für längere Zeit auf seinem aktuellen Niveau bleiben wird, wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen wie erwartet entwickeln.
Der oben erwähnte fundamentale Hintergrund bestätigt das kurzfristige Positive Ausblick für das NZD/USD-Paar und unterstützt die Argumente für zusätzliche Gewinne inmitten des Jahresrückgangs Liquidität. Händler freuen sich nun auf die Veröffentlichung des US Weekly Initial Anträge auf Arbeitslosenunterstützung Daten für einige Impulse später während der nordamerikanischen Sitzung. Darüber hinaus würden Entwicklungen rund um den Führungswechsel der Fed sowie neue Hinweise auf die politischen Aussichten den USD und das Währungspaar beeinflussen.
Häufig gestellte Fragen zum Neuseeland-Dollar
Der Neuseeländische Dollar (NZD), auch Kiwi genannt, ist unter Anlegern eine bekannte Handelswährung. Sein Wert wird weitgehend von der Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft und der Zentralbankpolitik des Landes bestimmt. Dennoch gibt es einige einzigartige Besonderheiten, die ebenfalls zu einer Bewegung des NZD führen können. Die Leistung der chinesischen Wirtschaft bewegt den Kiwi tendenziell, da China Neuseelands größter Handelspartner ist. Schlechte Nachrichten für die chinesische Wirtschaft bedeuten wahrscheinlich weniger neuseeländische Exporte in das Land, was sich negativ auf die Wirtschaft und damit auf die Währung auswirkt. Ein weiterer Faktor, der den NZD bewegt, sind die Milchpreise, da die Milchindustrie Neuseelands Hauptexport ist. Hohe Milchpreise steigern die Exporteinnahmen und tragen positiv zur Wirtschaft und damit zum NZD bei.
Ziel der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) ist es, mittelfristig eine Inflationsrate zwischen 1 % und 3 % zu erreichen und aufrechtzuerhalten, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, sie nahe dem Mittelwert von 2 % zu halten. Zu diesem Zweck legt die Bank ein angemessenes Zinsniveau fest. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die RBNZ die Zinssätze erhöhen, um die Wirtschaft abzukühlen, aber dieser Schritt wird auch die Anleiherenditen erhöhen, was die Attraktivität für Anleger, im Land zu investieren, erhöht und somit den NZD ankurbelt. Im Gegenteil tendieren niedrigere Zinssätze dazu, den NZD zu schwächen. Die sogenannte Zinsdifferenz bzw. die Art und Weise, wie die Zinssätze in Neuseeland mit denen der US-Notenbank verglichen werden bzw. erwartet werden, kann ebenfalls eine Schlüsselrolle bei der Bewegung des NZD/USD-Paares spielen.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist für die Beurteilung der Wirtschaftslage von entscheidender Bedeutung und kann sich auf die Bewertung des Neuseeländischen Dollars (NZD) auswirken. Eine starke Wirtschaft, die auf hohem Wirtschaftswachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hohem Vertrauen basiert, ist gut für den NZD. Ein hohes Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu ermutigen, die Zinssätze zu erhöhen, wenn diese Wirtschaftskraft mit einer erhöhten Inflation einhergeht. Wenn die Wirtschaftsdaten hingegen schwach sind, dürfte der NZD an Wert verlieren.
Der Neuseeländische Dollar (NZD) steigt tendenziell in risikoreichen Zeiten oder wenn Anleger das Gefühl haben, dass die allgemeinen Marktrisiken gering sind, und sie hinsichtlich des Wachstums optimistisch sind. Dies führt tendenziell zu günstigeren Aussichten für Rohstoffe und sogenannte „Rohstoffwährungen“ wie den Kiwi. Umgekehrt neigt der NZD dazu, in Zeiten von Marktturbulenzen oder wirtschaftlicher Unsicherheit abzuschwächen, da Anleger dazu neigen, risikoreichere Vermögenswerte zu verkaufen und in die stabileren sicheren Häfen zu fliehen.

