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Blutdruck (LSE: BP.) Aktienkursbewegungen stehen wieder im Rampenlicht, da der Ölpreis nach der Iran-Krise auf über 100 US-Dollar steigt. Aber ist das wirklich nur ein weiterer geopolitischer Anstieg? Unter den Schlagzeilen zeichnet sich ein tieferer Wandel ab: Rohstoffe, Inflationsdruck und eine knappere Energieversorgung deuten auf eine umfassendere strukturelle Geschichte hin, die viele Anleger möglicherweise übersehen.
Ölpreisanstieg
Heute konzentrieren sich die Märkte auf den Auslöser des jüngsten Ölpreisanstiegs. Düstere Warnungen deuten darauf hin, dass der Rohölpreis auf 150 US-Dollar pro Barrel steigen könnte, wenn Tanker weiterhin nicht in der Lage sind, die Straße von Hormus zu passieren.
Anleger sind jedoch möglicherweise besser beraten, wenn sie über den Auslöser hinausblicken und sich auf die zugrunde liegenden Grundlagen konzentrieren – nämlich darauf, dass Energie strukturell knapper werden könnte.
Was wir möglicherweise erleben, ist die Ausweitung eines Rohstoffzyklus auf einen der wenigen großen Vermögenswerte, der sich noch nicht bewegt hat: Öl.
Die Gold- und Silberpreise sind in den letzten Jahren bereits stark gestiegen. Viele Anleger haben diesen Schritt jedoch nicht mit der Möglichkeit eines anhaltenderen Inflationsumfelds in Verbindung gebracht.
In solchen Systemen kann das Halten großer Bargeldbeträge zunehmend unattraktiv werden. Kapital wird oft in Sachwerte verlagert – was die Frage aufwirft, ob Energie als nächstes an der Reihe sein könnte.
Versorgung ist wichtig
Die in den letzten Jahren anhaltend niedrigen Ölpreise haben das Produktionswachstum in der gesamten Branche verlangsamt. In den USA ist die Zahl der Bohrinseln im Perm-Becken zurückgegangen, da die Produzenten auf die anhaltende Schwäche reagierten.
Jetzt, da die Preise steigen, scheint BP gut aufgestellt zu sein, um davon zu profitieren. Im vergangenen Jahr stieg die Produktion um 150.000 Barrel pro Tag, zusammen mit einer großen Neuentdeckung im brasilianischen Bumerangue.
Der Kapitalrahmen wurde letztes Jahr überarbeitet. Rund 10 Milliarden US-Dollar sind für Öl und Gas vorgesehen, wobei der Schwerpunkt zu 70 % auf Öl liegt.
Diese Neuausrichtung der Strategie erweist sich bereits als vorausschauend. Der Ölriese ging davon aus, dass der Ölpreis bis 2027 durchschnittlich 74 US-Dollar betragen würde, ein Szenario, das sich voraussichtlich weiter ausbreiten wird freier Cashflow höher bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 20 %, was etwa einer Verdoppelung des Bargeldbestands alle vier Jahre entspricht.
Der Plan zielte außerdem auf eine Rendite auf das durchschnittlich eingesetzte Kapital (ROACE) von 16 % ab, was zeigt, wie effizient der Ölkonzern Kapital in Gewinn umwandeln kann. Da der Ölpreis jetzt stark ansteigt und die allgemeine Energielage unterstützend wirkt, erscheinen diese Annahmen konservativ. Es würde mich nicht überraschen, wenn sie nach oben korrigiert würden.
Risiken
Erhöhte Ölpreise ändern nichts an der Tatsache, dass BP eine strukturell höhere und eine schwächere Kostenbasis als viele Mitbewerber hat Bilanz hat gezwungen Rückkauf Suspensionen. Wenn die Upstream-Pipeline wächst, könnten sich betriebliche Risiken – einschließlich Projektverzögerungen, Kostenüberschreitungen oder regulatorische Änderungen – auf den Cashflow auswirken.
Ironischerweise könnten die heutigen hohen Preise die Abkehr von Kohlenwasserstoffen beschleunigen, genau wie frühere Tiefststände zu Unterinvestitionen geführt haben. Anleger sollten sowohl die kurzfristige Volatilität als auch den längerfristigen Strukturwandel im Auge behalten.
Wie lautet das Urteil?
In einer Welt mit anhaltend hoher Inflation und rekordverdächtigen Staatsdefiziten bleiben Sachwerte wie Öl eine wichtige Portfolioabsicherung.
Die Rückkehr von BP zu Kohlenwasserstoffen mit zunehmender Upstream-Produktion dürfte in diesem unterstützenden makroökonomischen Umfeld einen starken freien Cashflow generieren.
Auch wenn die kurzfristige Volatilität bestehen bleibt, ist die Fähigkeit des Unternehmens, echte Barmittel zu erwirtschaften und Dividenden zu steigern, eine wesentliche Stärke. Aus diesem Grund habe ich kürzlich weitere Aktien des Unternehmens für meine Stocks and Shares ISA gekauft.

