Der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren hat eine langjährige Debatte über den Energieverbrauch wiederbelebt. Kritiker argumentieren, dass große Rechenbetriebe, darunter Bitcoin-Mining, die Stromnetze belasten und die Strompreise in die Höhe treiben.
Als Cointelegraph berichtete zuvorhat der Anstieg beim Bau von KI-Rechenzentren in mehreren US-Regionen lokalen Widerstand angeheizt, wobei Anwohner und Gesetzgeber Bedenken hinsichtlich des Strombedarfs und der steigenden Stromkosten geäußert haben. Bitcoin (BTC) Bergbau wird zunehmend mit der breiteren Debatte über die Infrastruktur für High-Density-Computing in Verbindung gebracht.
In einem aktuellen ForschungsnotizDie Krypto-Investmentfirma Paradigm lehnte dieses Narrativ ab und argumentierte, dass Bitcoin-Mining in öffentlichen Energiedebatten häufig missverstanden und oft falsch dargestellt werde. Anstatt den Bergbau als statischen Energiefresser zu betrachten, stellt Paradigm ihn als Teilnehmer an den Strommärkten dar, der auf Preissignale und Netzbedingungen reagiert.
Justin von Paradigm Schlachten und Co-Autorin Veronica Irwin stellen auch mehrere gängige Annahmen in der Energiemodellierung in Frage. Sie stellen beispielsweise fest, dass einige Analysen den Energieverbrauch von Bitcoin pro Transaktion messen, obwohl der Energieverbrauch beim Mining an die Netzwerksicherheit und den Wettbewerb unter den Minern und nicht an das Transaktionsvolumen gebunden ist.
Andere Modelle gehen davon aus, dass die Energieproduktion praktisch unbegrenzt ist oder dass Bergleute unabhängig von der Rentabilität weiterarbeiten. Annahmen, die Paradigm argumentiert, sind auf wettbewerbsintensiven Strommärkten unrealistisch.
Laut Paradigm ist der Bitcoin-Mining derzeit für etwa 0,23 % des weltweiten Energieverbrauchs und etwa 0,08 % der globalen Kohlenstoffemissionen verantwortlich. Da der Ausgabeplan des Netzwerks festgelegt ist und die Bergbauprämien etwa alle vier Jahre sinken, argumentiert Paradigm, dass das langfristige Energiewachstum durch wirtschaftliche Anreize eingeschränkt wird.
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Bitcoin-Mining als flexible Netznachfrage
Eine zentrale Säule der Argumentation von Paradigm ist die Nachfrageflexibilität.
Bitcoin-Miner suchen in der Regel nach dem kostengünstigsten Strom, der oft aus Überschuss- oder Schwachstromerzeugung stammt.
Bergbaubetriebe können den Verbrauch je nach Netzbedingungen skalieren, indem sie den Verbrauch in Stressphasen reduzieren und ihn erhöhen, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt. In diesem Sinne beschreibt Paradigm den Bergbau als eine flexible Last, ähnlich energieintensiven Industrien, die auf Preissignale in Echtzeit reagieren.
Die Debatte hat eine neue Dringlichkeit erlangt, da der Ausbau von KI-Rechenzentren immer schneller voranschreitet. Als Cointelegraph berichtete kürzlichEinige Infrastrukturen aus der Krypto-Ära werden nun für die Unterstützung von Arbeitslasten mit künstlicher Intelligenz umfunktioniert, wobei Unternehmen vom Bitcoin-Mining auf die KI-Datenverarbeitung umsteigen, um höhere Margen zu erzielen. Mehrere traditionelle Bitcoin-Minerdarunter Hut 8, HIVE Digital, MARA Holdings, TeraWulf und IREN, haben mit teilweisen Umstellungen begonnen.
Von Bergbau als reaktionsfähige Nachfrage betrachten Anstelle eines konstanten Verbrauchs verschiebt der Bericht von Paradigm die Debatte vom Umweltalarmismus hin zur Netzökonomie. Für die politischen Entscheidungsträger bedeutet dies, dass das Bitcoin-Mining im Rahmen des breiteren Strommarktes und nicht anhand vereinfachter Energievergleiche bewertet werden sollte.
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