Der Ethereum-Preis erholte sich am Montag deutlich über die psychologische Unterstützung von 2.000 US-Dollar, da sich die Marktrisikostimmung verbesserte und Bitmine einen weiteren großen Kauf von über 50.000 ETH tätigte.
Zusammenfassung
- Der Ethereum-Preis hat die 2.000-Dollar-Marke zurückerobert, unterstützt durch institutionelle Dip-Käufe und eine kurze Bitcoin-Erholung.
- Ein bestätigter Abwärtstrend belastet weiterhin die Aussichten der Anleger.
Nach Angaben von crypto.news ist Ethereum (ETH) stieg am Montag um 7,5 % auf ein Intraday-Hoch von 2.072 $, bevor er sich über der psychologischen Unterstützungszone von 2.000 $ stabilisierte. Mit dem aktuellen Preis von 2.008 US-Dollar liegt der führende Altcoin fast 8 % über seinem Rückgang nach US-Präsident Donald Trump kündigte einen großen Kampfeinsatz an gegen den Iran an der Seite Israels.
Obwohl der Altcoin einen Teil der Verluste der vergangenen Sitzungen wieder wettmachen konnte, konnte er den Aufwärtstrend bisher nicht aufrechterhalten.
Der Ethereum-Preis erholte sich gestern, nachdem Bitmine, das weltweit größte Ethereum-Finanzunternehmen, enthüllt Kauf weiterer 50.928 ETH im Wert von damals etwa 103 Millionen US-Dollar.
Durch den jüngsten Kauf hat sich der gesamte ETH-Bestand auf 4.473.587 ETH erhöht, was heute einem Wert von fast 9 Milliarden US-Dollar entspricht. Institutionelle Käufe unterstützen tendenziell die Stimmung im Einzelhandel.
Die Erholung war teilweise auch auf die Rallye von Bitcoin nach der US-Markteröffnung am 2. März zurückzuführen, bei der das Flaggschiff-Krypto innerhalb weniger Stunden von Intraday-Tiefstständen nahe 65.000 $ auf über 69.800 $ stieg. Die Risikostimmung kehrte kurzzeitig zurück nachdem die US-Produktionsdaten die Erwartungen übertroffen hatten.
In der Zwischenzeit wurden Short-Händler von der Erholung des ETH-Preises überrascht. Daten von CoinGlass zeigt, dass in den letzten 24 Stunden über 85 Millionen US-Dollar aus seinen gehebelten Märkten liquidiert wurden, wobei 57 Millionen US-Dollar davon auf Leerverkäufer entfielen.
Allerdings scheint sich die Dynamik von Ethereum abzuschwächen, insbesondere nachdem der Versuch von Bitcoin, den Widerstand von 70.000 US-Dollar zum dritten Mal in diesem Monat zu durchbrechen, gescheitert ist. In der Zwischenzeit wird das Kapital auch wieder in Gold als „sicheren Hafen“ investiert, da die Spannungen im Nahen Osten die Anleger auf Trab halten.
Auch die saisonalen Aussichten für Ethereum waren bislang düster, da der Altcoin ab September 2025 nun sechs Monate in Folge rote Zahlen verzeichnete und damit seine längste Verlustserie aller Zeiten verzeichnete.
Während im März für ETH in der Vergangenheit eine durchschnittliche Rendite von fast 6 % erzielt wurde, sorgt die aktuelle Unsicherheit über die Marktrichtung kaum für Klarheit darüber, ob der Vermögenswert endlich seinen Abwärtszyklus durchbrechen kann.
Auf dem Wochenchart hat der Ethereum-Preis ein riesiges Kopf-Schulter-Muster bestätigt, was ein rückläufiges Umkehrsignal darstellt. Händler werten dies als Zeichen dafür, dass der bisherige Aufwärtstrend erschöpft ist und sich möglicherweise ein deutlicher Preisrückgang abzeichnet.
Auch der Supertrend-Indikator blinkte rot, da der Preis von Ethereum unter seinen Schwellenwert fiel. Wenn diese Kennzahl ein rotes Signal anzeigt, bedeutet dies, dass der Verkaufsdruck den Käufer weitgehend überwiegt.
Gleichzeitig zeigt der Chaikin Money Flow Index einen negativen Wert von -0,15, was auf anhaltende Kapitalabflüsse aus dem Vermögenswert hinweist.
Vorerst würden Händler versuchen, die Unterstützungszone von 1.800 US-Dollar zu verteidigen, die im vergangenen Monat als psychologische Untergrenze fungierte. Ein Absinken unter diesen wichtigen strukturellen Wendepunkt könnte weitere Abwärtsbewegungen auslösen, insbesondere angesichts des angespannten makroökonomischen Umfelds.
Umgekehrt könnte ein Durchbrechen der 2.200-Dollar-Marke die pessimistische Prognose zunichte machen. Dieses Niveau stellt ein wichtiges technisches Hindernis dar, da es beim 23,6 %-Fibonacci-Retracement liegt, was es zu einem entscheidenden Punkt für die Durchsetzung jeglicher Trendumkehr macht.
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