Dies ist diese Woche aufgrund des US-Feiertags am Montag einen Tag später als normal.
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Dieser Datenpunkt stammt aus einer privat durchgeführten Umfrage des American Petroleum Institute (API).
- Es handelt sich um eine Umfrage unter Öllagerstätten und Unternehmen
- Der offizielle Bericht erscheint am Mittwochmorgen US-amerikanischer Zeit.
Die beiden Berichte sind recht unterschiedlich.
Die offiziellen Regierungsdaten stammen von der US Energy Information Administration (EIA).
- Es basiert auf Daten des Energieministeriums und anderer Regierungsbehörden
- Während der API-Bericht sowohl Informationen über die gesamten Rohöllagerbestände als auch über Abweichungen von den Beständen der Vorwoche bereitstellt, liefert der EIA-Bericht auch Statistiken über Inputs und Outputs von Raffinerien sowie andere wichtige Indikatoren für den Zustand des Ölmarkts und Lagerbestände für verschiedene Rohölqualitäten, wie leichtes, mittleres und schweres Rohöl.
- Der EIA-Bericht gilt als genauer und umfassender als die Umfrage der API
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Der Mittwoch war ein volatiler Tag für Öl. Rohöl verzeichnete deutliche Zuwächse, da die geopolitischen Risikoprämien auf den Markt zurückkehrten, was vor allem auf eine starke Eskalation der Rhetorik im Zusammenhang mit den Spannungen zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen war.
Der entscheidende Auslöser kam während der europäischen Morgensitzung zum Vorschein, als Axios unter Berufung auf nicht identifizierte Quellen berichtete, dass die Trump-Regierung einer größeren militärischen Konfrontation mit dem Iran möglicherweise näher stehe, als allgemein angenommen wird. Der Bericht fügte hinzu, dass jede mögliche Operation wahrscheinlich umfangreiche Ausmaße annehmen würde.
Diese Schlagzeile löste einen sofortigen Anstieg der Energie aus und ließ sowohl WTI- als auch Brent-Rohöl neue Intraday-Höchststände erreichen. Anschließend hielten die Preise ihre Gewinne und stiegen bis in den US-Nachmittag hinein weiter an, was eher auf anhaltende risikobewusste Käufe als auf eine kurze, reflexartige Reaktion zurückzuführen ist.
Die Marktteilnehmer warten nun genau auf eine formelle Reaktion aus Teheran oder zusätzliche Nachrichten aus Washington, da eine weitere Eskalation zu zusätzlicher Volatilität im Energiebereich führen könnte.
Unterdessen waren die Entwicklungen bei den trilateralen Gesprächen zwischen den USA, Russland und der Ukraine in Genf begrenzt. Die Diskussionen wurden formell abgeschlossen und es gab kaum konkrete Durchbrüche. Der ukrainische Präsident Selenskyj deutete an, dass die Friedensverhandlungen fortgesetzt würden, während das Weiße Haus die Gespräche als bedeutende Fortschritte bezeichnete. Im Gegensatz dazu bezeichnete der Kreml die Verhandlungen als schwierig und unterstrich damit die anhaltende Unsicherheit über den diplomatischen Weg.

