RBNZ erhöht die Häufigkeit politischer Sitzungen auf acht pro Jahr, da sich der Verbraucherpreisindex monatlich ändert.
Zusammenfassung:
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RBNZ wird die geplanten politischen Entscheidungen ab 2027 von 7 auf 8 pro Jahr erhöhen
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Die Änderung steht im Einklang mit der Umstellung auf monatliche CPI-Daten ab dem nächsten Jahr
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Entscheidungstermin im Februar 2027 um eine Woche vorverlegt
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Der Ausschuss behält die Fähigkeit, zwischen den Sitzungen bei Bedarf zu handeln
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Finanzstabilitätsberichte erscheinen weiterhin zweimal jährlich im Mai und November
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) wird ab 2027 acht planmäßige geldpolitische Entscheidungen pro Jahr treffen, statt derzeit sieben Sitzungen. Die Verschiebung erfolgt, während Neuseeland sich auf den Übergang zur monatlichen Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex (VPI) ab dem nächsten Jahr vorbereitet, was den Fluss an Inflationsdaten, die den politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung stehen, deutlich erhöht.
Der geldpolitische Ausschuss sagte, die höhere Häufigkeit von Inflationsdaten rechtfertige eine entsprechende Erhöhung der geplanten Entscheidungspunkte. Mit der Umstellung des CPI von einem vierteljährlichen auf einen monatlichen Veröffentlichungsplan erhalten die politischen Entscheidungsträger zeitnahere und detailliertere Einblicke in den Preisdruck, was eine reaktionsfähigere Kalibrierung der Zinssatzeinstellungen ermöglicht.
Im Rahmen der neuen Struktur wird dem Jahreskalender eine zusätzliche geplante Entscheidung hinzugefügt. Um dem Zeitplan von acht Sitzungen gerecht zu werden, wurde der zuvor angekündigte Entscheidungstermin im Februar 2027 um eine Woche nach vorne verschoben. Die RBNZ hat bereits Entscheidungstermine bis Februar 2028 veröffentlicht, um den Märkten Klarheit für die Zukunft zu verschaffen.
Wichtig ist, dass der Ausschuss bekräftigte, dass geplante Sitzungen nicht die einzigen Handlungsmöglichkeiten seien. Die RBNZ behält sich die Befugnis vor, jederzeit außerplanmäßige politische Entscheidungen zu treffen, wenn die wirtschaftlichen oder finanziellen Bedingungen dies erfordern, was sie in der Vergangenheit in Zeiten von Marktstress oder akuten wirtschaftlichen Störungen getan hat.
Die Verschiebung ändert nichts an der Häufigkeit der Finanzstabilitätsberichte der Bank, die weiterhin zweimal im Jahr, im Mai und November, veröffentlicht werden.
Obwohl die Entscheidung operativer Natur ist, signalisiert sie eine institutionelle Anpassung an ein datenintensiveres Umfeld. Da monatlich Inflationsdaten verfügbar werden, positioniert sich die RBNZ so, dass sie dynamischer auf sich entwickelnde Preis- und Nachfragebedingungen reagieren kann – eine Struktur, die eher mit der anderer großer Zentralbanken übereinstimmt.

