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Der Verteidigungssektor boomt, was eine gute Nachricht ist BAE-Systeme (LSE: BA) Aktien. Dasselbe gilt auch für andere FTSE 100 insbesondere Aktien mit Verteidigungsengagement Babcock International Group (LSE: BAB) Und Rolls-Royce Holdings (LSE: RR).
BAE Systems und Rolls-Royce werden in vielen Stocks and Shares ISA- und SIPP-Portfolios eine feste Größe sein, aber auch für Anleger ist dies möglicherweise der Fall gemischte Gefühle über ihren Erfolg. Es spiegelt die gefährliche Welt wider, in der wir leben.
Wachstumsaktien mit Waffenqualität
Der Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 entfachte ein Feuer unter dem Sektor und die Flammen werden immer weiter angefacht. Die US-Intervention in Venezuela, der Aufruhr um Grönland und die Unruhen im Iran haben diese Aktien im Jahr 2026 angetrieben.
Am 22. Januar gab BAE Systems bekannt, dass das Unternehmen gemeinsam mit dem italienischen Unternehmen Leonardo mit der Modernisierung der Radarsysteme von Typhoon-Kampfflugzeugen beauftragt wurde. Dies sei Teil einer Investition der britischen Regierung in Höhe von 453 Millionen Pfund, um der Bedrohung durch Drohnen entgegenzuwirken. BAE hofft, dass andere Typhoon-Betreiber diesem Beispiel folgen. Das Unternehmen verfügt bereits über einen Rekordauftragsbestand von 78,3 Milliarden Pfund, während das kleinere, aber schnell wachsende Unternehmen Babcock einen Auftragsbestand von fast 10 Milliarden Pfund hat.
In Großbritannien notierte Verteidigungsaktien erhielten Anfang des Monats einen weiteren potenziellen Aufschwung, als Donald Trump Pläne zur Dividendenbeschränkung ankündigte Aktienrückkäufe für US-Verteidigungsunternehmen, es sei denn, sie beschleunigen die Waffenproduktion. Das könnte die Aktionärsrenditen in den USA schmälern, etwas, mit dem FTSE-100-Unternehmen nicht konfrontiert sind.
Trump möchte außerdem, dass die USA ihre Verteidigungsausgaben erhöhen, was BAE Systems zugute kommen dürfte, da 44 % seiner Einnahmen aus Amerika stammen. Die europäischen Regierungen haben hart geredet, ihre Worte aber nicht immer mit Geld untermauert.
Dennoch schätzt die UNO, dass die weltweiten Verteidigungsbudgets bis 2035 auf 3,9 Billionen US-Dollar steigen könnten, was einer Steigerung von 244 % gegenüber 2024 entspricht. Sofern es nicht zu einer plötzlichen Entspannungswelle kommt, dürfte sich dies fortsetzen.
Allerdings machen mir die Bewertungen Sorgen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von BAE ist auf 28,8 gestiegen, während das von Babcock mit 28,9 ähnlich ist. Rolls-Royce sieht mit einem KGV von über 60 noch teurer aus, obwohl er weitaus mehr in der Hand hat als nur die Verteidigung.
Top-Defensive des FTSE 100
Verteidigungsaktien steigen weiter. BAE ist im letzten Monat um beeindruckende 15,4 % gestiegen und hat aus 10.000 £ 11.540 £ gemacht. Im Laufe eines Jahres ist es um 60 % gestiegen, von 10.000 £ auf 16.000 £, zuzüglich Dividenden.
Babcock ist im letzten Monat überraschend um 15,7 % gestiegen und hat aus 10.000 £ 11.570 £ gemacht. Die Tatsache, dass BAE und Babcock in letzter Zeit so ähnliche Wachstumsprofile und KGVs aufweisen, deutet darauf hin, dass sie nun von umfassenderen Themen und nicht von einzelnen Unternehmensnachrichten angetrieben werden. Babcock hat sich über 12 Monate jedoch viel besser geschlagen. Der Betrag ist um 180 % gestiegen und hat aus 10.000 £ 28.000 £ gemacht (nochmals vor Dividenden). Hier verdienen Investoren ordentlich Geld.
Beide Aktien sind in den letzten Tagen zurückgegangen, was zeigt, wie launisch der Sektor ist. Es braucht einen stetigen Strom schlechter Nachrichten (geopolitischer Art), um weiterhin erfolgreich zu sein. Rolls-Royce hinkte in diesem Jahr bisher hinterher und stieg um bescheidene 6,5 %, sodass aus 10.000 £ 10.650 £ wurden. Im Laufe des Jahres ist es jedoch immer noch um 104 % gestiegen.
Selbst in einer boomenden Branche gibt es Risiken. Probleme in der Lieferkette, technische Probleme, holprige Bestellungen, Weltfrieden. Diejenigen, die noch nicht in diesem Sektor tätig sind, möchten möglicherweise schon heute den Aufbau in Erwägung ziehen, doch bei diesen Preisen sollten sie mit Vorsicht vorgehen.

