Bildquelle: BT Group plc
BT (LSE:BT.A) Aktien haben sich im Jahr recht gut entwickelt FTSE 100 in den letzten paar Jahren. Tatsächlich sind sie allein in den letzten 18 Monaten um 76 % gestiegen!
Allerdings ist die Aktie in letzter Zeit etwas aus dem Ruder gelaufen und ist seit Juli um 16 % gefallen. Ist dies ein guter Zeitpunkt für mich, den Telekommunikationsriesen zu meiner ISA hinzuzufügen?
Bullenfall
Wenn ich BT als potenzielle Investition betrachte, fallen mir ein paar Dinge auf, die mich ansprechen. Eine davon ist die Dividende, deren zukunftsgerichtete Rendite derzeit bei respektablen 4,4 % liegt.
Darüber hinaus ist die Dividende mehr als doppelt so hoch durch die voraussichtlichen Gewinne gedeckt, was darauf hindeutet, dass die Ausschüttung mit großer Wahrscheinlichkeit gedeckt wird, gleichzeitig aber auch Spielraum für mögliche Erhöhungen in der Zukunft bleibt. Beides ist natürlich nicht garantiert.
Außerdem hat BT den Höhepunkt der Investitionsausgaben für die Einführung von Breitband-Glasfasernetzen im Vereinigten Königreich überschritten. Daher, freier Cashflow hat das Potenzial, in den kommenden Jahren sinnvoll zu wachsen. Dies könnte saftige Dividendenerhöhungen unterstützen.
Drittens hat CEO Allison Kirkby eine massive, auf Automatisierung und künstlicher Intelligenz (KI) basierende Effizienzoffensive gestartet, die den Abbau von mehr als 40.000 Arbeitsplätzen bis 2030 zum Ziel hat. Das ist natürlich nicht gerade gut für Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, aber aus finanzieller Sicht könnte es rund 3 Milliarden Pfund einsparen.
Schließlich ist die Bewertung sieht hier billig aus. Die Aktie wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur 10,5 gehandelt. Das Management ist der Ansicht, dass der Aktienkurs das Unternehmen unterbewertet, und es gibt Gerüchte darüber, dass BTs Breitbandnetzwerkgeschäft Openreach ausgegliedert werden könnte.
Bärenkoffer
Was den Bärenmarkt betrifft, so ist meine erste Sorge das Fehlen eines nennenswerten Umsatzwachstums. Kürzungen und Effizienzsteigerungen sind schön und gut, aber ohne Umsatzwachstum werden sie nie weit kommen.
Ich bin immer erstaunt, wenn ich mir den Jahresumsatz von BT ansehe, und zwar nicht im positiven Sinne. Im Geschäftsjahr 22 beliefen sie sich auf 20,8 Milliarden Pfund, gefolgt von 20,7 Milliarden Pfund, 20,8 Milliarden Pfund und 20,4 Milliarden Pfund in den drei folgenden Jahren. Dieses Jahr? Es wird mit 20 Milliarden Pfund gerechnet!
Natürlich könnte man argumentieren, dass diese Konsistenz auf das ultimative Steady-Edy-Geschäft hindeutet. Andererseits weckt es nicht wirklich meine Lust auf die Aktie.
Eine weitere Sorge, die ich habe, ist der enorme Schuldenberg des Unternehmens. Die Nettoverschuldung beträgt etwa 20 Milliarden Pfund, daher wird die Tilgung dieser Summe lange dauern.
Das vielleicht größte Risiko sehe ich in der zunehmenden Konkurrenz durch alternative Formen des Internets. Zum Beispiel Festnetzzugang und in geringerem Umfang Mobilfunk-Hotspots. Dann gibt es „Altnets“ wie CityFibre, die ihre eigenen Glasfasernetze aufbauen und damit Openreachs Einfluss auf Festnetzbreitband direkt herausfordern.
Eine langfristige Bedrohung im Hinterkopf ist Starlink, die Satellitenkonstellation von SpaceX. Was wäre, wenn dieser Service in Zukunft deutlich günstiger würde und sich mehr Menschen anmelden würden? Egal, ob Sie sich auf einem ländlichen Bauernhof in Northumberland oder in einer Wohnung im Zentrum von London befinden, mit Starlink sind Sie online, ohne die Infrastruktur von BT zu beeinträchtigen.
Mein Urteil
Wenn ich die Dinge abwäge, denke ich, dass die negativen Aspekte für mich hier die positiven überwiegen. Wenn ich mich jetzt auf dem Markt umsehe, sehe ich viele andere britische Aktien, die ich in den nächsten fünf Jahren lieber kaufen und besitzen würde.

