- Es ist noch zu früh, um zu sagen, was wir im April tun müssen
- Bei den Zinssätzen ist Vorsicht geboten, da sich die Situation ändert
- Wir sehen steigende Inflationserwartungen der Verbraucher, aber ich würde das nicht überbewerten
- Es ist wichtig, die Glaubwürdigkeit aufrechtzuerhalten
- Die EZB hat gezeigt, dass sie eine Institution ist, die einen Inflationsschock mit entschlossenem Handeln bewältigen kann
Simkus von der EZB betonte eine vorsichtige Haltung hinsichtlich künftiger geldpolitischer Sitzungen und deutete an, dass es noch verfrüht sei, den nächsten Schritt der Bank für die kommende April-Sitzung festzulegen. Seine Bemerkungen verdeutlichen die Unvorhersehbarkeit des Krieges zwischen den USA und dem Iran und die inflationären Auswirkungen auf die Wirtschaft der Eurozone.
Der litauische Zentralbankgouverneur betonte, dass sich die aktuelle Situation schnell verändere und einen flexiblen, datenabhängigen Ansatz anstelle eines vorab festgelegten Weges erfordere. Die EZB kämpft mit einer komplexen Mischung aus Aufwärtsrisiken für die Inflation, die vor allem durch volatile Energiepreise im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten verursacht werden, und gleichzeitigen Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum.
Während die EZB die Zinssätze zuletzt stabil hielt, stellte Simkus fest, dass die Chancen einer Senkung oder Erhöhung in naher Zukunft angesichts der Ungewissheit darüber, wie sich die jüngsten Schocks auf die Wirtschaft auswirken werden, als ausgeglichen angesehen werden könnten. Indem Simkus zum April-Ergebnis unverbindlich bleibt, bekräftigt er die Strategie des EZB-Rats, eingehende Wirtschaftsindikatoren und Finanzdaten in Echtzeit zu überwachen. Durch diesen „Meeting-by-Meeting“-Ansatz soll sichergestellt werden, dass die Bank effektiver reagieren kann.
Der Markt rechnet mit einer Straffung um insgesamt 72 Basispunkte bis zum Jahresende und einer 61-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im April.

