Am Dienstag fiel Bitcoin (BTC) erneut unter die bedeutende 90.000-Dollar-Marke, was Bedenken hinsichtlich der Möglichkeit eines erneuten Bärenmarktes aufkommen ließ und Zweifel an den Aussichten der Kryptowährung aufkommen ließ. Marktanalyst Raun Neuner veröffentlichte in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) eine neue Lageanalyse.
Sind 37.000 US-Dollar in Sicht?
Neuner hervorgehoben dass sich die Aktienmärkte zwar robust entwickeln und Rohstoffe einen sogenannten „Superzyklus“ erleben, der Kryptomarkt jedoch immer noch Schwierigkeiten hat, Fuß zu fassen. Diese Situation wirft die kritische Frage auf: Was ist das Worst-Case-Szenario für Bitcoin?
Historisch gesehen erreichen die Bitcoin-Bullenmärkte etwa 532 Tage nach jedem Halbierungsereignis ihren Höhepunkt. Wenn man dieses Muster auf den aktuellen Zyklus anwendet, deutet dies darauf hin, dass Bitcoin etwa Anfang Oktober seinen Höhepunkt erreicht haben könnte, als er kurzzeitig die Marke von 125.000 US-Dollar erreichte.
Historische Trends zeigen, dass Bitcoin nach diesen Spitzenwerten typischerweise einen erheblichen Rückgang von 70 bis 80 % erleidet. Wenn dieser Rahmen für den aktuellen Zyklus gilt, sieht Neuner ein Potenzial Abschwung im Falle eines vollständigen Bärenmarktes auf rund 37.000 US-Dollar steigen.
Das Herauszoomen, um die breitere traditionelle Marktdynamik zu berücksichtigen, liefert weiteren Kontext. Nach einem Jahr, das sowohl bei Aktien als auch bei Rohstoffen von starken Performances geprägt war, ist mit Marktkorrekturen zu rechnen.
In Zeiten der Risikoscheu an den Aktienmärkten hat Bitcoin diese Abwärtsbewegungen in der Vergangenheit verstärkt und so zum Druckaufbau am unteren Ende des Spektrums beigetragen. Der Analyst weist darauf hin, dass ein wichtiger Referenzpunkt für Bitcoin bei etwa der 57.000-Dollar-Marke liegen könnte Gleitender 200-Wochen-Durchschnitt (MA) wohnt.
Kritische Bitcoin-Unterstützungsniveaus, die Sie im Auge behalten sollten
Die unmittelbaren Faktoren, die zum jüngsten Rückgang von Bitcoin unter die 90.000-Dollar-Schwelle beigetragen haben, hängen mit der erhöhten Volatilität an den globalen Anleihen- und Aktienmärkten zusammen, die durch geopolitische Spannungen noch verschärft wird.
Walter Bloomberg, Experte für Marktanalyse, darauf hingewiesen dass der neue Abwärtstrend durch verschiedene makroökonomische Faktoren vorangetrieben wurde, darunter erneute Drohungen von Präsident Trump in Bezug auf Zölle auf Grönland und Japans Haushaltsstrategien, die zur Marktinstabilität beigetragen haben.
Infolgedessen haben sich Anleger sicheren Häfen wie Gold zugewandt, das kürzlich einen Rekordpreis von über 4.700 US-Dollar erreichte. Als Reaktion darauf warnt Bloomberg, dass Makrorisiken möglicherweise unterschätzt werden.
Nachfrage nach Abwärtsschutz bei Bitcoins Optionsmarkt steigt ebenfalls, was darauf hindeutet, dass sich die Anleger der Möglichkeit weiterer Rückgänge bewusst sind.
Die nächsten signifikanten Niveaus für den Bitcoin-Preis liegen laut Bloomberg in naher Zukunft zwischen 84.000 und 85.000 US-Dollar, was voraussichtlich als Unterstützung für BTC dienen wird. Wenn die Kryptowährung diese Niveaus nicht halten kann, könnten die Ängste vor einem tiefen Bärenmarkt stärker werden.
Ausgewähltes Bild von DALL-E, Diagramm von TradingView.com

