Zusammenfassung:
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Trump fordert mit Wirkung vom 20. Januar 2026 eine Obergrenze für den effektiven Jahreszins bei Kreditkarten von 10 % für ein Jahr.
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Keine Einzelheiten zur Durchsetzung: unklar, ob freiwillig oder staatlich vorgeschrieben.
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Teil eines populistischen „Erschwinglichkeits“-Ausbruchs in dieser Woche (einschließlich MBS-Kaufidee und Verbot institutioneller Hauskäufer).
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Große Lücke zur aktuellen Preisgestaltung: Fed-Daten zeigen 22,30 % (November 2025) für die wichtigsten Kreditkartenzinsreihen.
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Ohne Gesetzgebung/klare Autorität sieht dies zunächst nach Schlagzeilenpolitik und dann nach politischer Mechanik aus.
Präsident Donald Trump hat eine einjährige Obergrenze der US-Kreditkartenzinsen von 10 % gefordert. Er sagte, die Verbraucher würden „übers Ohr gehauen“ und bezeichnete den Schritt als „Erschwinglichkeitsschub“. Der Vorschlag würde am 20. Januar 2026 in Kraft treten, dem ersten Jahrestag seiner Rückkehr ins Weiße Haus, aber Trump machte keine Angaben zu dem Mechanismus und ließ offen, ob er von den Emittenten eine freiwillige Einhaltung erwartet oder eine Form der staatlichen Durchsetzung signalisiert.
Der Mangel an Details ist von Bedeutung, da ein Präsident die Preisgestaltung bei Kreditkarten nicht einfach „ankündigen“ kann. In der Praxis würde eine feste Obergrenze typischerweise eine Gesetzgebung des Kongresses und/oder Maßnahmen im Rahmen des US-amerikanischen Regulierungsrahmens erfordern. Doch die wichtigste bundesstaatliche Aufsichtsbehörde für Kartenpraktiken, das Consumer Financial Protection Bureau (CFPB), ist seit langem ein Ziel der Konservativen, und die Trump-Regierung hat Schritte unternommen, die ihre Reichweite verringern oder einschränken würden.
Was für ein Trump Ist Dies bedeutet eindeutig, dass man sich diese Woche an eine Reihe populistischer, in den sozialen Medien an erster Stelle stehender Erschwinglichkeitserklärungen anlehnt, bei denen es vor allem um schlagkräftige Absichten und wenig um ausführbare Details geht. In den Tagen zuvor postete er über die Bestellung „seine Vertreter“ zum Kauf von Hypothekenanleihen um die Kreditkosten zu senken, und so weiter Verbot des Kaufs von Einfamilienhäusern für institutionelle Anleger. Insgesamt liest sich die Sequenz als Versuch, die Erzählung über die Lebenshaltungskosten mit einfachen Zielen (Banken, Wall Street, Institutionen) und schlagzeilenfreundlichen Zahlen (10 %) zurückzuerobern. Dies alles natürlich in einem Wahljahr (Midterms), in dem Trumps Popularität weiterhin neue Tiefststände erreicht und daher die republikanischen Mehrheiten im Kongress bedroht. Ich habe Anfang der Woche gepostet, dass ich populistische Ankündigungen und einen eventuellen Rückgang des US-Dollars erwarte (allerdings noch nicht, der Dollar steigt am Freitag: investingLive Marktnachrichten aus Amerika: Lohn- und Gehaltsabrechnungen außerhalb der Landwirtschaft etwas schwach, keine Tarifentscheidung)
Den Zahlen zufolge wäre die Politik eine dramatische Senkung im Vergleich zu den vorherrschenden Zinssätzen: Die Reihe der Federal Reserve für Kreditkartenzinsen von Geschäftsbanken (Kontenzinsen) zeigt 22,30 % im November 2025. Diese Lücke unterstreicht, warum Märkte und Emittenten sich auf das „Wie“ und nicht auf das „Was“ konzentrieren werden und warum die Ankündigung ohne einen klaren gesetzgeberischen Weg eher wie ein politisches Signal denn wie ein sofort umsetzbarer politischer Wandel aussieht.
Das Interesse des Kongresses an Obergrenzen ist real und insbesondere überparteilich. In früheren Vorschlägen wurde eine Obergrenze von 10 % angestrebt, diese wurden jedoch nicht zum Gesetz. Bis ein Gesetzesentwurf vorgelegt wird (oder ein glaubwürdiger regulatorischer/administrativer Weg dargelegt wird), sind die wahrscheinlichsten kurzfristigen Auswirkungen eher Botschaften und Volatilität in den entsprechenden Schlagzeilen als eine sofortige Neubewertung von Verbraucherkrediten.

