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Eine wachsende Zahl von US-Aktien erlebte diesen Monat eine ziemliche Achterbahnfahrt. Dennoch hat sich der US-Aktienmarkt insgesamt bisher als relativ widerstandsfähig gegenüber dem Konflikt im Nahen Osten erwiesen. Trotz aller düsteren Schlagzeilen in den Medien ist die S&P 500ist bisher nur um etwa 2 % gesunken.
Allerdings verlief die Geschichte ganz anders, wenn man einzelne Sektoren näher betrachtete. Welche US-Aktien sind derzeit die Gewinner und Verlierer? Was liegt um die Ecke? Und was können Anleger tun, um ihr Portfolio zu schützen?
Gewinner und Verlierer
Wie die explodierenden Öl- und Gaspreise bereits deutlich gemacht haben, verheißt der Krieg im Iran nichts Gutes für die Energieversorgungsketten. Besonders problematisch ist es jedoch für Branchen, die stark auf fossile Brennstoffe angewiesen sind.
Dazu gehört vor allem Fluggesellschaften und Kreuzfahrtanbieter, die viel Treibstoff verbrauchen. American Airlines, United Airlines Und Delta Air Lines haben seit Jahresbeginn bereits etwa 31 %, 23 % und 16 % ihres jeweiligen Aktienkurses verzeichnen müssen. Und es ist eine ähnliche Geschichte für Carnival Corporation Und Norwegische Kreuzfahrt Linie.
Auf der anderen Seite dieser Gleichung stehen die Energieerzeuger wie z ConocoPhillips, ChevronUnd Exxon Mobil, Alle verzeichneten im gleichen Zeitraum einen Anstieg von über 20 %. In der Zwischenzeit, Verteidigungsunternehmen einschließlich Lockheed Martin Und Northrop Grumman haben sogar noch größere Rallyes erlebt, da der Krieg ihre Auftragsbücher erweitert.
Ansteckungsgefahr
Da einige Sektoren davon profitierten und andere einbrachen, waren die Auswirkungen auf den S&P 500 insgesamt eher gedämpft. Aber das könnte sich ändern, je nachdem, wie sich die Situation entwickelt.
Bei einem anhaltenden Konflikt besteht die Gefahr, dass die Inflation ein böses Comeback erlebt, insbesondere bei den Energiepreisen, was den Geldbeutel der Verbraucher stärker unter Druck setzt. Es könnte sogar die jüngsten Zinssenkungen verzögern oder vielleicht sogar rückgängig machen. Zusammengenommen könnten sich diese Effekte negativ auf die Sektoren Immobilien, Automobil, zyklischer Einzelhandel, Baugewerbe und Industrie auswirken.
Was sollten Anleger nun tun?
Ruhe bewahren und weitermachen
Auch wenn die sich entwickelnde geopolitische und makroökonomische Landschaft besorgniserregend ist, ist es wichtig, nicht mit Panikverkäufen zu beginnen. Stattdessen sollten Anleger ihre persönliche Risikotoleranz überprüfen und ihre Portfolios entsprechend anpassen.
Für Anleger, die die Volatilität verkraften können, könnte die Nutzung künftiger Kursrückgänge zum Kauf weiterer Qualitätsaktien mit einem Abschlag den Weg für bessere langfristige Renditen ebnen.
Für konservativere Anleger könnten explosive defensive Sektoren wie das Gesundheitswesen der klügere Schachzug sein. Tatsächlich haben viele institutionelle Anleger begonnen, ihren Kunden zu empfehlen, Pharmariesen wie z Johnson & Johnson (NYSE:JNJ).
Das Unternehmen hat sich mit Dividendenerhöhungen in 63 aufeinanderfolgenden Jahren und einer Einnahmequelle, die gegen den anhaltenden Konflikt nahezu isoliert ist, als verlässlicher Compounder erwiesen.
Denn selbst wenn höhere Ölpreise die US-Wirtschaft in eine Rezession stürzen, wird sich die Nachfrage nach lebensrettenden Medikamenten nicht ändern. Und mit einer vielversprechenden Pipeline neuer Medikamente sieht die langfristige Entwicklung dieses Gesundheitsriesen weiterhin grundsolide aus.
Natürlich ist keine Investition jemals risikofrei. Und Johnson & Johnson muss sich mit dem wachsenden Druck konkurrierender Generikahersteller sowie sich ändernden Beschaffungsvorschriften in China auseinandersetzen – beides wirkt sich negativ auf den Umsatz aus.
Unabhängig davon sollten nervöse US-Aktienanleger angesichts ihrer herausragenden Widerstandsfähigkeit einen genaueren Blick darauf werfen.

