Die USA, die EU und Japan bereiten einen koordinierten Rahmen für den Handel mit kritischen Mineralien vor, der Preisuntergrenzen und Zölle umfassen könnte, um Chinas Dominanz in wichtigen Lieferketten entgegenzuwirken.
Japan Times mit den Infos.
Zusammenfassung:
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Die USA, die EU und Japan bereiten einen Rahmen für ein Handelsabkommen über wichtige Mineralien vor.
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Der Vorschlag kann Preisuntergrenzen und Zölle umfassen, um dem chinesischen Markteinfluss entgegenzuwirken.
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Die Gespräche werden vom US-Handelsbeauftragten geleitet; die Verhandlungen sollen voraussichtlich im April beginnen.
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Der Vorstoß folgt auf chinesische Exportkontrollen für seltene Erden und wichtige Mineralien.
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Der Deal könnte die Bevorratung, Investitionskoordinierung und Forschungszusammenarbeit umfassen.
Die Vereinigten Staaten, Japan und die Europäische Union streben eine koordinierte Strategie zur Neugestaltung der globalen Märkte für kritische Mineralien an, während westliche Regierungen versuchen, die Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten zu verringern.
Beamte, die an den Gesprächen beteiligt waren, sagten, die drei Partner bereiten sich darauf vor, in den kommenden Wochen Pläne bekannt zu geben, den Rahmen für ein wichtiges Mineralienhandelsabkommen festzulegen, das Mechanismen wie Mindestpreisuntergrenzen und Zölle umfassen könnte, um den ihrer Ansicht nach durch chinesische Exportpraktiken verursachten Marktverzerrungen entgegenzuwirken.
Die Initiative wird vom Büro des US-Handelsbeauftragten (USTR) koordiniert, das Gespräche sowohl mit Brüssel als auch mit Tokio geführt hat. Nach Angaben von Personen, die mit den Vorbereitungen vertraut sind, zielen die Verhandlungen darauf ab, einen strukturierten Handelsrahmen zu entwickeln, der Materialien abdeckt, die für Technologien wie Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energiesysteme und fortschrittliche Elektronik unerlässlich sind.
Der Vorstoß zur Diversifizierung der Lieferketten verstärkte sich, nachdem China im vergangenen Jahr weitreichende Exportkontrollen für seltene Erden und andere kritische Mineralien eingeführt hatte, ein Schritt, der weithin als Vergeltung für die von der Trump-Regierung eingeführten neuen US-Zölle angesehen wurde. Peking hat gewarnt, dass es auf alle Bemühungen westlicher Volkswirtschaften reagieren würde, einen koordinierten Block zu bilden, der darauf abzielt, chinesische Exporte einzuschränken oder umzugestalten.
Während sich die schwerwiegendsten Engpässe des letzten Jahres etwas abgeschwächt haben, geben viele Unternehmen aus den Bereichen Fertigung, Technologie und Verteidigung an, dass sie immer noch Schwierigkeiten haben, sich eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Mineralien von chinesischen Produzenten zu sichern.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer wird voraussichtlich im April formelle Verhandlungen mit der EU und Japan aufnehmen, kurz nachdem am 19. März eine öffentliche Konsultationsphase mit Interessenvertretern aus der Industrie endet. Die Bekanntgabe der ersten Pläne könnte mit einem Besuch des japanischen Premierministers Sanae Takaichi in Washington am selben Tag zusammenfallen, sagen Personen, die mit dem Zeitpunkt vertraut sind.
Eine der zentralen Überlegungen ist die Schaffung einer Preisuntergrenze für bestimmte kritische Mineralien. Ein solcher Mechanismus würde ein Mindestpreisniveau festlegen, um Produzenten in verbündeten Ländern zu unterstützen und neue Investitionen in Bergbau- und Verarbeitungskapazitäten zu fördern. Indem verhindert wird, dass die Preise unter diesen Schwellenwert fallen, hoffen die politischen Entscheidungsträger, das Risiko zu verringern, dass billigere chinesische Exporte die westlichen Produzenten unterbieten.
Um bei der Gestaltung des Mechanismus zu helfen, stellt die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) Berichten zufolge technisches Fachwissen zu Preismodellen und Marktstrukturen zur Verfügung.
Neben Preisinstrumenten könnte der vorgeschlagene Rahmen koordinierte Zölle, regulatorische Zusammenarbeit, Investitionsprüfung, Forschungszusammenarbeit und strategische Lagerung von Mineralien umfassen.
Mexiko hat bereits Anfang des Jahres einen vorläufigen Aktionsplan mit Washington unterzeichnet, der ähnliche Diskussionen über koordinierte Handelspolitiken und grenzangepasste Preismechanismen für wichtige Mineralienimporte vorsieht. Beamte sagen, dass die Vereinbarungen, die derzeit mit der EU und Japan diskutiert werden, diesem Rahmen voraussichtlich sehr ähnlich sein werden.
Die Initiative könnte schließlich auf weitere Länder ausgeweitet werden und ein breiteres Spektrum an Mineralien abdecken. Beamte prüfen derzeit, welche Materialien zuerst priorisiert werden sollten, bevor sie den Geltungsbereich der Vereinbarung erweitern.
Es wird erwartet, dass das Thema auch auf dem diesjährigen Gipfel der Gruppe der Sieben (G7) eine wichtige Rolle spielen wird, wo sich westliche Regierungen zunehmend auf den Aufbau widerstandsfähigerer Lieferketten für strategisch wichtige Ressourcen konzentrieren.
Der japanische Premierminister Takaichi

