Der USD/CAD steigt nach leichten Verlusten in der vorangegangenen Sitzung leicht an und wird während der asiatischen Handelszeiten am Montag bei rund 1,4030 gehandelt. Das Paar steigt, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) angesichts niedrigerer Rohölpreise Probleme hat.
Der Ölpreis der Sorte West Texas Intermediate (WTI) gibt nach, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung einen Anstieg von mehr als 2 % verzeichnet hatte, und notierte zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels bei etwa 59,30 USD pro Barrel. Die Rohölpreise fallen aufgrund drohender Überangebotssorgen.
Der russische Hafen Noworossijsk hat nach einer zweitägigen Schließung, die durch einen ukrainischen Drohnenangriff ausgelöst wurde, den Ölverladebetrieb wieder aufgenommen. Unterdessen hat die IEA gewarnt, dass der globale Ölmarkt im nächsten Jahr einen erheblichen Überschuss verzeichnen könnte, möglicherweise etwa 4 Millionen bpd, wie beides OPEC und Nicht-OPEC-Produzenten steigern ihre Produktion angesichts des schwächeren Nachfragewachstums.
Händler gehen davon aus, dass die Bank of Canada (BoE) ihre Zinsen beibehalten wird Tarife bis mindestens Ende 2026, aber das könnte sich ändern, wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen weiter verschlechtern. Die BoC-Daten zum Verbraucherpreisindex (CPI) für Oktober sollen später am Tag veröffentlicht werden.
Der USD/CAD Das Paar hält auch Gewinne, da der US-Dollar (USD) aufgrund vorsichtiger Bemerkungen der USA zulegt Federal Reserve (Fed-)Beamte. Der Präsident der Fed von Kansas City, Jeffery Schmid, sagte am Freitag, dass sich die Geldpolitik „am Nachfragewachstum orientieren“ sollte, und fügte hinzu, dass die aktuelle Fed-Politik „mäßig restriktiv“ sei, was er für angemessen halte.
Das CME FedWatch Tool deutet darauf hin, dass die Finanzmärkte jetzt eine Wahrscheinlichkeit von 46 % einpreisen, dass die Fed ihren Leitzins für Tagesgeld auf ihrer Dezembersitzung um 25 Basispunkte (bps) senken wird, verglichen mit der Wahrscheinlichkeit von 67 %, die die Märkte vor einer Woche eingepreist hatten.
Häufig gestellte Fragen zum Kanadischen Dollar
Die Schlüsselfaktoren für den kanadischen Dollar (CAD) sind die Höhe der von der Bank of Canada (BoC) festgelegten Zinssätze, der Ölpreis, Kanadas größter Export, die Gesundheit seiner Wirtschaft, die Inflation und die Handelsbilanz, die die Differenz zwischen dem Wert der kanadischen Exporte und der kanadischen Importe darstellt. Weitere Faktoren sind die Marktstimmung – unabhängig davon, ob Anleger risikoreichere Vermögenswerte übernehmen (Risk-on) oder sichere Häfen suchen (Risk-off) – wobei Risk-on CAD-positiv ist. Als größter Handelspartner des Landes ist die Gesundheit der US-Wirtschaft auch ein wichtiger Einflussfaktor für den kanadischen Dollar.
Die Bank of Canada (BoC) hat erheblichen Einfluss auf den kanadischen Dollar, indem sie die Höhe der Zinssätze festlegt, die Banken einander leihen können. Dies beeinflusst die Höhe der Zinssätze für alle. Das Hauptziel der BoC besteht darin, die Inflation durch eine Anhebung oder Senkung der Zinssätze bei 1–3 % zu halten. Relativ höhere Zinssätze wirken sich tendenziell positiv auf den CAD aus. Die Bank of Canada kann auch quantitative Lockerungs- und Straffungsmaßnahmen nutzen, um die Kreditbedingungen zu beeinflussen, wobei erstere CAD-negativ und letztere CAD-positiv sind.
Der Ölpreis ist ein Schlüsselfaktor, der den Wert des kanadischen Dollars beeinflusst. Erdöl ist Kanadas größter Export, daher hat der Ölpreis tendenziell einen unmittelbaren Einfluss auf den CAD-Wert. Wenn der Ölpreis steigt, steigt im Allgemeinen auch der CAD, da die Gesamtnachfrage nach der Währung steigt. Das Gegenteil ist der Fall, wenn der Ölpreis fällt. Höhere Ölpreise führen tendenziell auch zu einer größeren Wahrscheinlichkeit einer positiven Handelsbilanz, was sich ebenfalls positiv auf den CAD auswirkt.
Während die Inflation traditionell immer als negativer Faktor für eine Währung angesehen wurde, da sie den Wert des Geldes senkt, ist in der heutigen Zeit mit der Lockerung der grenzüberschreitenden Kapitalverkehrskontrollen tatsächlich das Gegenteil der Fall. Eine höhere Inflation führt tendenziell dazu, dass die Zentralbanken die Zinssätze erhöhen, was mehr Kapitalzuflüsse von globalen Anlegern anzieht, die nach einem lukrativen Ort für die Aufbewahrung ihres Geldes suchen. Dadurch steigt die Nachfrage nach der Landeswährung, im Fall Kanadas dem Kanadischen Dollar.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten misst die Gesundheit der Wirtschaft und kann Auswirkungen auf den kanadischen Dollar haben. Indikatoren wie das BIP, PMIs für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungs- und Verbraucherstimmungsumfragen können alle die Richtung des CAD beeinflussen. Eine starke Wirtschaft ist gut für den Kanadischen Dollar. Dies zieht nicht nur mehr ausländische Investitionen an, sondern könnte auch die Bank of Canada dazu ermutigen, die Zinssätze zu erhöhen, was zu einer stärkeren Währung führt. Bei schwachen Wirtschaftsdaten dürfte der CAD jedoch fallen.

