Der USD/CHF verzeichnete am Freitag eine leichte Erholung, nachdem er zu Beginn der europäischen Sitzung auf den niedrigsten Stand seit dem 17. Oktober abgerutscht war. Das Paar fand Unterstützung, als Händler auf Schlagzeilen reagierten, dass die Vereinigten Staaten (USA) und die Schweiz ein neues Handelsabkommen abgeschlossen hätten, was zur Stabilisierung der Stimmung beitrug.
Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels notiert der USD/CHF-Kurs um 0,7931 und durchbricht damit eine siebentägige Verlustserie, da ein etwas festerer US-Dollar (USD) dazu beiträgt, die Abwärtsbewegung zu begrenzen. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber einem Korb aus sechs Hauptwährungen misst, erholt sich leicht von den Zweiwochentiefs und notiert bei etwa 99,37, was einem Tagesanstieg von fast 0,20 % entspricht.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer sagte am Freitag gegenüber CNBC, dass Washington „im Wesentlichen eine Einigung mit der Schweiz erzielt“ habe. Im Rahmen des Abkommens werden die USA die Zölle auf Schweizer Exporte von rund 39 % auf 15 % senken. Die Schweizer Regierung bestätigte den Deal in einem Beitrag auf X und fügte hinzu, dass weitere Details später am Tag bekannt gegeben werden.
Greer wies auch darauf hin, dass die Vereinbarung Pläne für rund 200 Milliarden US-Dollar an Schweizer Investitionen in die USA beinhaltet und sagte, die Schweiz werde „viele Produktionsgüter hierher schicken“. Er fügte hinzu, dass weitere Einzelheiten, die seiner Meinung nach „seit April wirklich in Arbeit seien“, später auf der Website des Weißen Hauses veröffentlicht würden.
In den USA begrüßten die Anleger die Wiedereröffnung der Regierung, aber die allgemeine Stimmung bleibt fragil, da die Märkte auf die verspätete Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten warten. Die Unsicherheit darüber, welche Berichte tatsächlich veröffentlicht werden, wächst.
US-Arbeitsminister Chavez-Deremer sagte am Freitag, dass das Amt für Arbeitsstatistik nicht in der Lage sei, die VPI-Daten für Oktober vollständig zu sammeln und den Bericht möglicherweise nicht veröffentlichen könne. Sie fügte hinzu, dass der Stellenbericht vom September gesammelt, aber noch nicht verarbeitet worden sei, und wies darauf hin, dass die Beamten hofften, dass er nächste Woche veröffentlicht werden könne.
An der geldpolitischen Front kam es zu einer Welle vorsichtiger Bemerkungen Federal Reserve Beamte diese Woche hat die Erwartungen an kurzfristige Zinssenkungen gedämpft. Die politischen Entscheidungsträger betonen weiterhin, dass die Inflation die Hauptsorge bleibt, auch wenn es Anzeichen für eine Verschlechterung am Arbeitsmarkt gibt. Laut dem CME FedWatch Tool schätzen die Märkte eine Zinssenkung im Dezember nun auf 49 % ein, ein deutlicher Rückgang gegenüber 94 % vor einem Monat.

