Bildquelle: Getty Images
Lloyds Aktien waren in letzter Zeit eine großartige Investition. Im letzten Jahr sind sie um etwa 90 % gestiegen.
Allerdings habe ich gerade Anteile einer anderen Bank gekauft. Denn mit Blick auf die Zukunft denke ich, dass dieses Unternehmen weitaus mehr Wachstumspotenzial hat.
Die beste Bank der Welt?
Die Aktie, in die ich investiert habe, ist JP Morgan (NYSE: JPM). Das in den USA notierte Unternehmen gilt weithin als das beste Bankinstitut der Welt.
Was mir an diesem Geschäft gefällt, ist, dass es viele Möglichkeiten bietet, zu gewinnen. Im Gegensatz zu Lloyds, das sich hauptsächlich auf die Kreditvergabe in Großbritannien konzentriert, kann JP Morgan Einnahmen aus einer Reihe verschiedener Bankbereiche erzielen.
Ein Bereich, auf den ich mich im Jahr 2026 freue, ist das Investmentbanking. Dieses Jahr dürfte ein Blockbuster-Jahr für Börsengänge (SpaceX, OpenAI, Anthropic, Databricks usw.) werden. Diese könnten den Banken, die die Notierungen ermöglichen, erhebliche Einnahmen bringen. Rechnet man weitere M&A-Aktivitäten und KI-Infrastrukturinvestitionen hinzu, könnten die Einnahmen in diesem Bereich des Finanzsektors produktiv sein.
Auch im Vermögensverwaltungsbereich gefallen mir die Perspektiven des Unternehmens. Heute verwaltet JP Morgan Kundenkapital in Höhe von rund 5 Billionen US-Dollar. Da die Märkte nahe Allzeithochs sind, dürften die Gebühren hier immens sein.
Der Handel ist ein weiterer Bereich, der sich im Jahr 2026 gut entwickeln könnte. Ich erwarte in diesem Jahr eine hohe Volatilität an den Aktienmärkten – dies dürfte Chancen für die Bank schaffen, wenn Anleger ihre Portfolios neu positionieren.
Attraktive Landschaft
Abgesehen von all diesen verschiedenen Umsatztreibern sieht die Situation für US-Banken zu Beginn des Jahres 2026 sehr attraktiv aus.
Zunächst einmal wird die „Renditekurve“ steiler (die kurzfristigen Zinssätze sinken, während die langfristigen Zinssätze erhöht bleiben). Dieser Hintergrund ist für die Banken tendenziell sehr profitabel, da sie in der Regel ein Modell „Kurzfristige Kredite, langfristige Kredite“ betreiben, bei dem die Kreditkosten niedriger sind.
Zweitens sieht die US-Wirtschaft gesund aus. Für dieses Jahr prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein BIP-Wachstum der USA von 2,6 % (gegenüber 1,3 % für Großbritannien). Dies sollte zu einer soliden Kreditvergabe führen (die bei sinkenden Zinsen steigen könnte). Es sollte auch zu geringen Kreditausfällen führen.
Drittens rechnen Experten mit einer Deregulierungswelle für die Banken, etwa geringeren Kapitalanforderungen. Dies könnte ihnen helfen, effektiver mit privaten Kreditunternehmen zu konkurrieren und eine völlig neue Wachstumsquelle zu erschließen.
Es ist erwähnenswert, dass Analysten derzeit nur mit einem Gewinnwachstum von 4 % bei JP Morgan im Jahr 2026 rechnen. Ich denke jedoch, dass diese Wachstumsschätzung durchaus zu übertreffen ist.
Einen Blick wert im Jahr 2026
Der Nachteil ist, dass diese Aktie teurer ist als einige andere Bankaktien. Derzeit ist die zukunftsweisende Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) beträgt etwa 16 (gegenüber 10 für Lloyds).
Der Dividendenrendite ist auch etwas niedriger als bei vielen anderen Banken. Für 2026 beträgt die Rendite nur etwa 2 %.
Was die Risiken betrifft, gibt es nur wenige zu berücksichtigen. Dazu gehören jedoch der Austritt von CEO Jamie Dimon aus dem Unternehmen, ein unerwarteter Abschwung der US- oder Weltwirtschaft, ungünstige Zinsbewegungen und unerwartete Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump (wie seine jüngste Ankündigung der Kreditkartenzinsen).
Insgesamt sehe ich hier jedoch viel, was mir gefällt. Ich denke, dass diese Aktie zu Beginn des Jahres 2026 einen genaueren Blick wert ist.

