Bildquelle: Meta Platforms
Anteile an Metaplattformen (NASDAQ:META) stieg im März von 653 $ auf 572 $. Das ist ein Rückgang um 12,5 %.
Infolgedessen wird die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 15 gehandelt. Das ist ungewöhnlich niedrig – aber ist es eine Chance oder eine Falle?
Warum fällt die Aktie?
Es gibt derzeit einige Dinge, die den Meta-Aktienkurs belasten. Am bedeutsamsten dürften jedoch zwei Gerichtsurteile gegen das Unternehmen sein.
Einer besagt, dass das Unternehmen Eltern wissentlich über die Sicherheit seiner Social-Media-Apps getäuscht hat. Das ist möglicherweise ein großes Problem.
Der Fall kostete Meta rund 381 Millionen US-Dollar, was an sich nicht viel ist. Aufgrund der Zahl ähnlicher Fälle könnte diese jedoch stark ansteigen.
In einem anderen Urteil heißt es, dass das Unternehmen süchtig machende Produkte entwickelt hat, die jungen Menschen Schaden zufügten. Das ist ein weiteres großes Problem.
Das Risiko besteht darin, dass Meta möglicherweise erhebliche Änderungen an seinen Social-Media-Apps vornehmen muss. Und dies könnte seine Attraktivität für Werbetreibende verringern.
Die rechtlichen Probleme sind nicht der einzige Grund, warum die Aktie im März um 12,5 % fiel. Aber ich denke, dass sie in Zukunft die größte Bedrohung darstellen.
Eine Kaufgelegenheit?
In der Vergangenheit boten rechtliche Herausforderungen Anlegern die Möglichkeit, Aktien wie Meta zu kaufen. Das mag in gewisser Weise besorgniserregend sein, aber es ist wahr.
Zuletzt traf es zu Alphabet. Das Unternehmen wurde im vergangenen Jahr wegen illegaler Aufrechterhaltung eines Monopols für schuldig befunden.
Trotzdem blieb das Unternehmen von schweren strukturellen Schäden verschont. Dadurch ist der Aktienkurs in den letzten 12 Monaten um 65 % gestiegen.
Meta hat auch seine eigene Geschichte. Das offensichtlichste Beispiel sind die Cambridge Analytica-Probleme rund um den Datenschutz aus dem Jahr 2019.
Das Unternehmen schloss die Fälle ab (ohne Schuldeingeständnisse zu machen) und die Aktie fiel in der Folge um 39 %. Aber jetzt liegt er 320 % unter seinen Tiefstständen.
Es lässt sich nicht leugnen, dass rechtliche Probleme in der Vergangenheit die Möglichkeit boten, gierig zu sein, während andere Angst hatten. Doch Anleger müssen vorsichtig vorgehen.
Risiken und Chancen
Der Kauf von Aktien eines Unternehmens, das rechtliche Probleme hat, ist immer riskant. Und es herrscht große Unsicherheit über Metas Position.
Es ist einfach und natürlich, das potenzielle Risiko als etwas abzutun, das nicht eintreten wird. Vor allem, wenn die Folgen enorm sein könnten.
Alphabet im letzten Jahr ist ein gutes Beispiel. Das Unternehmen hat den schlimmsten Fall vermieden, aber ich glaube nicht Der Markt nahm die Bedrohung wirklich ernst.
Nach allem, was ich gesehen habe, haben viele Anleger diese Möglichkeit ohne nennenswerten Grund verworfen. Und das ist unglaublich gefährlich.
Gute Investoren Tu das nicht. Sie denken sorgfältig über die potenziellen Bedrohungen nach und ermitteln deren Bedeutung.
Mit Meta ist das im Moment außerordentlich schwierig. Aber das könnte bedeuten, dass der fallende Aktienkurs keine Kaufgelegenheit darstellt.
Die Regeln des Investierens
Anleger, die gierig sein wollen, während andere Angst haben, müssen sich immer eine Frage stellen: Was wissen sie, was andere nicht wissen?
Mit Meta benötigen sie einen Einblick, warum der wahrscheinliche Ausgang der rechtlichen Probleme positiver ist, als der Markt denkt. Und das muss eine informierte Sichtweise sein.
Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, habe ich das nicht, also kaufe ich die Aktie nicht. Aber es gibt viele andere Namen, denen ich positiver gegenüberstehe.

