Der breitere Kryptowährungsmarkt steht weiterhin unter Druck, da sich die Kapitalabflüsse über mehrere Monate erstrecken.
Der Rückgang war bei führenden digitalen Vermögenswerten offensichtlich. Bitcoin [BTC] fiel von 126.000 $ auf 67.000 $, während Ethereum [ETH] fiel zum Zeitpunkt der Drucklegung von rund 4.980 US-Dollar auf 1.990 US-Dollar.
Mehrere andere Altcoins verzeichneten ähnliche Rückgänge, wobei sie fast 30 % ihrer vorherigen Gewinne zunichte machten und die anhaltende rückläufige Struktur verstärkten.
Trotz dieser Schwäche lassen die makroökonomischen Liquiditätsbedingungen ein anderes Bild erkennen.
Die globale Liquidität steigt auf Rekordniveau
Die globale Geldmenge M2, die üblicherweise als Indikator für die weltweite Liquidität verwendet wird, wächst weiter.
M2 misst den Pool an relativ liquidem Geld in den großen Volkswirtschaften. Dazu gehören physisches Bargeld, Scheckeinlagen, Spareinlagen und Geldmarktfonds – Kapital, das schnell auf den Finanzmärkten eingesetzt werden kann.
Jüngste Daten zeigen, dass die globale Geldmenge M2 auf etwa 135 Billionen US-Dollar gestiegen ist, was ein neues Allzeithoch darstellt.
Historisch gesehen erhöht eine steigende Liquidität die Menge des einsetzbaren Kapitals innerhalb des Systems. In risikofreudigen Umgebungen fließt diese überschüssige Liquidität häufig in ertragsstärkere und volatilere Vermögenswerte.
Bitcoin, Ethereumund der breitere Altcoin-Markt fallen genau in diese Kategorie.
Der jüngste Anstieg der gesamten Krypto-Marktkapitalisierung um 4,35 % auf 2,31 Billionen US-Dollar bestätigt jedoch noch keine nachhaltige Aufwärtsbewegung. Die Liquidität nimmt zwar zu, aber sie fließt nicht entscheidend in digitale Vermögenswerte.
Sichere Häfen ziehen den Strom an
Um zu verstehen, wohin sich das Kapital bewegt, untersuchen Anleger häufig Edelmetalle.
Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels Gold ist von seinem Tiefststand von 4.402 $ pro Unze am 2. Februar um 19,9 % gestiegen und hat damit eine starke Aufwärtsdynamik beibehalten. Silber hat sich ebenfalls weiterentwickelt und ist im gleichen Zeitraum von 71 $ auf 94 $ gestiegen.
Diese Gewinne sind bemerkenswert, da beide Vermögenswerte als traditionelle sichere Häfen fungieren. In Zeiten makroökonomischer Anspannung oder geopolitischer Spannungen neigen Anleger dazu, der Kapitalerhaltung Vorrang vor spekulativem Engagement zu geben.
Angesichts der anhaltenden Spannungen zwischen den Vereinigte Staaten Und IranDie defensive Positionierung hat sich verstärkt.
Diese Rotation deutet darauf hin, dass das wachsende M2-Angebot derzeit möglicherweise eher die Nachfrage nach sicheren Häfen als nach hochvolatilen Krypto-Assets unterstützt.
Daten von Hyperliquid zeigt, dass mindestens ein Händler eine kombinierte Short-Position in Höhe von 37,3 Millionen US-Dollar für Gold und Silber eröffnet hat – 28 Millionen US-Dollar gegen Gold und 9,23 Millionen US-Dollar gegen Silber – und einen Rückgang erwartet.
Dies deutet zwar darauf hin, dass einige Marktteilnehmer Metalle als überbewertet ansehen, doch bleibt die Preisentwicklung vorerst strukturell bullisch.
Börsen erweitern ihre Reichweite
Unterdessen stellen sich Kryptoplattformen auf eine schwächere Handelsaktivität ein.
Krake Und Coinbase haben ihr Produktangebot erweitert um ausgewählte Aktien, Rohstoffe und andere traditionelle Instrumente einzubeziehen.
Diese strategische Diversifizierung spiegelt das Bestreben wider, einen größeren Anteil der globalen Kapitalströme zu erfassen, wenn das Kryptovolumen schwankt.
Langfristig könnte eine solche Integration den Kapitalzugang verbessern, wenn die Risikobereitschaft zurückkehrt.
Allerdings hat die Liquiditätsausweitung allein noch nicht zu einem nachhaltigen Aufschwung bei den Kryptowährungen geführt. Das Kapital scheint defensive Anlagen zu bevorzugen, so dass sich die digitalen Märkte trotz weltweiter M2-Rekordniveaus in einer Warteschleife befinden.
Abschließende Zusammenfassung
- Die weltweite Liquidität steigt, aber Gold und Silber übertreffen Krypto-Assets.
- Der Kryptomarkt hat noch nicht nennenswert von der Ausweitung des globalen M2 profitiert.



