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Anleger, die damit gerechnet haben, dass der Iran-Krieg einen Börsencrash auslösen würde, könnten von der relativen Ruhe überrascht sein. Was passiert da draußen?
Lassen Sie uns hier zunächst technisch vorgehen. Als Absturz wird ein Absturz um 20 % in relativ kurzer Zeit bezeichnet. Ein Rückgang um 10 % ist eine Korrektur. Im letzten Monat wurde die FTSE 100 ist lediglich um 1,4 % gesunken. Das kann man kaum als Einbruch bezeichnen. Innerhalb von 12 Monaten ist es um 20 % gestiegen, mit Dividenden an der Spitze. Im Moment haben Anleger kaum etwas zu beanstanden. Das könnte sich natürlich ändern.
Bei Der bunte Narrwir haben keine Angst davor Abstürze oder Korrekturen. Stattdessen sehen wir sie als Gelegenheit, unsere Lieblingsaktien zu einem reduzierten Preis zu kaufen. Wir akzeptieren, dass kurzfristige Volatilität der Preis ist, den wir für die langfristige Outperformance von Aktien zahlen.
Einige FTSE 100-Aktien fallen
Für Anleger, die einzelne Aktien kaufen, gibt es bereits jede Menge Kaufmöglichkeiten draußen. Anteile an International Consolidated Airlines Group (LSE: IAG), Persimmon, Barratt Redrow, Melrose IndustriesUnd easyJet sind im letzten Monat alle um 20 % oder mehr gefallen. Was sie betrifft, ist der Absturz da.
Melrose hat seine eigenen Probleme. Aber die anderen vier haben aufgrund der Folgen des Nahen Ostens zu kämpfen. Die Hausbauer Persimmon und Barratt Redrow sind von der Annahme betroffen, dass der steigende Ölpreis die Inflation und damit die Zinssätze in die Höhe treiben wird. Die Hypothekenzinsen steigen bereits, wodurch neue Häuser noch weniger erschwinglich werden.
Anleger könnten dies als Chance sehen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von Persimmon ist auf bescheidene 11,8 gesunken, während die Rendite auf 4,9 % gestiegen ist. Ebenso hat Barratt Redrow ein KGV von 11,1 und eine Rendite von 6 %. Beide scheinen für langfristig orientierte Anleger eine Überlegung wert zu sein, aber ihre Probleme könnten noch eine Weile anhalten.
International Consolidated Airlines Group fällt
Die Aktien des British-Airways-Eigentümers IAG entwickelten sich vor dem Iran-Krieg gut. Am 27. Februar meldete das Unternehmen einen Anstieg des Betriebsgewinns um 25 % auf 5 Milliarden Euro im Jahr 2025. Der Vorstand belohnte die Anleger außerdem mit Plänen zur Rückgabe von überschüssigem Kapital in Höhe von 1,5 Milliarden Euro.
Seltsamerweise fielen die Aktien an diesem Tag, weil die Anleger auf mehr hofften. Dann füllte sich der Luftraum im Nahen Osten mit Drohnen und Raketen und der IAG-Aktienkurs stürzte ab. British Airways hat nun alle Flüge nach Dubai bis mindestens 31. Mai gestrichen.
Die Probleme von IAG könnten jedoch eine Chance für Anleger sein, da das KGV auf 5,7 sinkt. Natürlich gibt es Risiken. Je länger der Konflikt andauert, desto größer ist der Schaden für Umsatz und Gewinn. Es zeigt auch, wie riskant es ist, eine Fluggesellschaft zu betreiben. Anleger sollten nur mit einer langfristigen Perspektive kaufen.
Der Billigflieger easyJet schnitt im letzten Monat mit einem Minus von 25 % am schlechtesten im FTSE 100 ab. Sein KGV liegt bei spottbilligen 5,5. Dies kann auch eine Kaufgelegenheit für langfristig orientierte Anleger sein, die bereit sind, ein gewisses Risiko einzugehen.
Der Aktienmarkt könnte immer noch abstürzen. Sollte dies der Fall sein, könnten diese Aktien noch günstiger werden. Aber wie wir gesehen haben, ist es völlig unvorhersehbar. Was wir wissen ist, dass der FTSE 100 heute voller krachender Schnäppchen ist. Warum warten?

