EUROPÄISCHE SITZUNG
Das Haupthighlight der europäischen Sitzung ist der monatliche BIP-Bericht des Vereinigten Königreichs. Der Konsens geht von einer Expansion um 0,2 % im Januar aus. Die Daten werden weder für die BoE noch für die Märkte etwas ändern, da der Fokus weiterhin auf dem Krieg zwischen den USA und dem Iran und insbesondere auf den steigenden Ölpreisen liegt. Im Moment geht der Markt nicht davon aus, dass die BoE dieses Jahr überhaupt eine Zinssenkung vornehmen wird, im Gegenteil, die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung ist zu 90 % eingepreist. Zum Vergleich: Vor Kriegsbeginn haben Händler mehr als zwei Zinssenkungen eingepreist.
Britisches monatliches BIP
Wir werden auch die französischen und spanischen Inflationsberichte erhalten, aber das werden die endgültigen Werte sein, sodass der Markt sie ignorieren wird. Die Geldmärkte preisen eine Zinserhöhung der EZB bis Juli vollständig ein und sehen eine 85-prozentige Chance für eine zweite Zinserhöhung bis Dezember. Das liegt natürlich an den höheren Energiepreisen.
AMERIKANISCHE SITZUNG
Zu den Höhepunkten der amerikanischen Sitzung zählen der kanadische Beschäftigungsbericht, der US-amerikanische PCE-Preisindex, die zweite Schätzung des US-BIP für das vierte Quartal, die Umfrage zur Verbraucherstimmung der University of Michigan und die Daten zu offenen Stellen in den USA.
Der kanadische Beschäftigungsbericht wird voraussichtlich 10.000 neue Arbeitsplätze im Februar ausweisen, verglichen mit einem Verlust von -24,8.000 im Januar, und die Arbeitslosenquote wird auf 6,6 % gegenüber 6,5 % im Vormonat steigen. Auch hier werden die Daten nichts ändern, da die Erwartungen durch den Krieg zwischen den USA und dem Iran und die Versorgungsunterbrechung in der Straße von Hormus geprägt werden. Der Markt preist eine Zinserhöhung bis September vollständig ein und eine 80-prozentige Chance für eine zweite Zinserhöhung bis Dezember.
Arbeitslosenquote in Kanada
Der US-PCE-Preisindex für Januar wird voraussichtlich bei 2,9 % gegenüber 2,9 % zuvor für die Gesamtzahl Y/Y und 3,1 % gegenüber 3,0 % zuvor für die Kern-Y/Y-Kennzahl liegen. Die zweite Schätzung des US-BIP für das vierte Quartal dürfte dem vorläufigen Q/Q-Wachstum von 1,4 % entsprechen. Die Verbraucherstimmung der University of Michigan soll auf 54,6 gegenüber 56,6 zuvor zurückgegangen sein, und die Zahl der offenen Stellen in den USA steigt voraussichtlich auf 6,750 Millionen gegenüber 6,542 Millionen zuvor.
Das sind alles Vorkriegsdaten und daher an dieser Stelle eine alte Neuigkeit …
US-Kern-PCE Y/Y

