Westpac: Die kurzfristigen Inflationserwartungen für Neuseeland dürften in der RBNZ-Umfrage für das erste Quartal steigen
Zusammenfassung:
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Westpac erwartet in der RBNZ-Umfrage für das erste Quartal einen Anstieg der kurzfristigen Inflationserwartungen.
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Die Erwartungen für die nächsten zwei Jahre lagen zuletzt bei 2,28 %.
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Als Treiber werden die jüngsten Inflationsüberraschungen und solidere Konjunkturdaten genannt.
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Konzentrieren Sie sich darauf, ob die längerfristigen Erwartungen steigen.
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Die Umfrage wird im Vorfeld der RBNZ-Sitzung am 18. Februar von entscheidender Bedeutung sein.
Laut Westpac dürften sich die Inflationsaussichten Neuseelands im jüngsten Survey of Expectations der Reserve Bank erneut festigen, wobei die kurzfristigen Maßnahmen besonders gefährdet sind, nach oben zu steigen.
Die Q1-Umfrage, die am 13. Februar um 02:00 Uhr GMT (21:00 Uhr US-Ostküstenzeit am 12. Februar) fällig ist, ergab zuvor, dass die Inflationserwartungen für zwei Jahre bei 2,28 % lagen. Westpac geht davon aus, dass die jüngsten Entwicklungen zumindest auf einen moderaten Anstieg auf kürzere Sicht hindeuten, was auf positive Inflationsüberraschungen in den letzten Monaten und zunehmende Anzeichen einer Stabilisierung der Wirtschaftstätigkeit zurückzuführen ist.
Stärker als erwartete Preisdaten haben die Darstellung ab Ende 2025 etwas verändert, als die Desinflation fester zu sein schien. Gleichzeitig deuten die verbesserte Geschäftsstimmung und die stabileren Indikatoren der Inlandsnachfrage darauf hin, dass sich der Preisdruck als anhaltender erweisen könnte als bisher angenommen.
Westpac argumentiert, dass die Entwicklung der längerfristigen Erwartungen für die politischen Entscheidungsträger besonders wichtig sein wird. Während ein Anstieg der kurzfristigen Messgrößen angesichts der jüngsten Daten verständlich sein mag, würde jeder bedeutende Anstieg bei zweijährigen oder längeren Zeithorizonten wahrscheinlich eine genauere Prüfung durch die Reserve Bank nach sich ziehen.
Die Umfrage erscheint nur wenige Tage vor der geldpolitischen Sitzung der RBNZ am 18. Februar und ist damit ein rechtzeitiger Beitrag zu den Beratungen des geldpolitischen Ausschusses. Jüngste Wirtschaftsdaten deuten bereits darauf hin, dass die Inflation stärker ausfallen könnte als zuvor von der Zentralbank prognostiziert, was die Frage aufwirft, wie schnell die politischen Entscheidungsträger zu einer lockereren Haltung übergehen können.
Für die Märkte könnte ein Anstieg der Erwartungen – insbesondere auf den Zweijahreshorizont – einen vorsichtigen politischen Ausblick verstärken und die Erwartungen einer kurzfristigen Lockerung dämpfen. Umgekehrt würden stabile längerfristige Werte dazu beitragen, den Beamten die Gewissheit zu geben, dass die Inflation nahe der 2 %-Mittellinie des Zielbereichs verankert bleibt.

