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Nach Erreichen von Werten über 10.900 Punkten Ende Februar stieg der FTSE 100 notierte am Montag unter 9.700 Punkten. Auch wenn diese Abwärtsbewegung des Marktes einige beunruhigt hat, bieten sich für geduldige Anleger Chancen.
Dies gilt insbesondere dann, wenn es darum geht, mit Dividendenanteilen ein zweites Einkommen aufzubauen. Wie so?
Falsch bewertete Gelegenheiten
Die meisten Einkommensanleger ordnen Aktien nach Dividendenrendite als erste Anlaufstelle. Bei der Renditeberechnung gibt es zwei Komponenten: Zum einen die Dividende je Aktie, die sich nur wenige Male im Jahr ändert; Das andere ist der Aktienkurs, der sich jeden Tag ändert!
Daher dürften Aktien, die eine ähnliche Korrektur wie der FTSE 100 erlebt haben, eine höhere Dividendenrendite als vor einem Monat aufweisen (vorausgesetzt, die Dividende pro Aktie hat sich nicht geändert). In diesem Sinne ist das Zweiteinkommenspotenzial für einen Anleger sprunghaft angestiegen, da die angebotene Durchschnittsrendite nun höher ist.
Natürlich muss damit vorsichtig umgegangen werden. Einige Aktien wurden durch den Konflikt im Nahen Osten negativ beeinflusst. Infolgedessen könnten künftige Gewinne zurückgehen, was zu einer Dividendenkürzung führen würde. Daher ist eine sorgfältige Recherche erforderlich, um Aktien zu finden, bei denen es zu einem übermäßigen Ausverkauf kam, der eher auf die allgemeine Marktstimmung als auf unternehmensspezifische Probleme zurückzuführen ist.
In diesen Fällen ist es möglich, einen höheren Ertrag zu erzielen, der möglicherweise nicht lange anhält. Sollte es zu einer Deeskalation im Nahen Osten oder zu anderen Katalysatoren kommen, die den Anlegern einen optimistischeren Ausblick geben, könnte sich der Markt schnell erholen.
Bei einigen Unternehmen ist die Dividendenrendite im vergangenen Monat erheblich gestiegen. Ashmore-GruppeDie Rendite ist von 7 % auf 8,05 % gestiegen Pollenstraßengruppeist von 6,3 % auf 7,84 % (rund 25 %) gestiegen.
Kurzfristige Sorge
Ein weiteres erwägenswertes Beispiel ist das Tritax Big Box REIT (LSE:BBOX). Die Dividendenrendite ist von 4,6 % pro Monat wieder auf 5,56 % gestiegen, was einer Steigerung von über 20 % entspricht. Dies ist vor allem auf einen Rückgang des Aktienkurses in diesem Zeitraum zurückzuführen, obwohl die Aktie im letzten Jahr immer noch um 2 % gestiegen ist.
Bitte beachten Sie, dass die steuerliche Behandlung von den individuellen Umständen jedes Kunden abhängt und sich in Zukunft ändern kann. Der Inhalt dieses Artikels dient ausschließlich Informationszwecken. Es handelt sich dabei weder um eine Steuerberatung, noch handelt es sich um eine solche.
Der Hauptfaktor, der der Aktie schadete, war die Besorgnis über höhere Zinssätze. Wie die meisten REITsTritax reagiert sehr empfindlich auf Zinserwartungen, und wenn die Zinssätze aufgrund einer höheren energiebedingten Inflation steigen, werden die Kosten für die Finanzierung neuer Projekte steigen.
Die Anleger haben die Immobilienbewertungen schnell herabgestuft und sich von zinsempfindlichen Sektoren abgewendet. Dies hat dazu geführt, dass die Aktien einen deutlichen Abschlag gegenüber dem Nettoinventarwert (NAV) verzeichneten, auch wenn das Unternehmen weiterhin operativ tätig ist.
Auch wenn dies weiterhin ein Risiko darstellt, glaube ich, dass der Rückgang weit mehr auf die Marktstimmung als auf eine tatsächliche Verschlechterung des zugrunde liegenden Geschäfts zurückzuführen ist. Die strukturelle Nachfrage nach modernen Logistikflächen bleibt stark, angetrieben durch E-Commerce und den Bedarf an schnelleren Liefernetzwerken.
Hierbei handelt es sich um langfristige Trends, die sich direkt auf die Stärken von Tritax auswirken und darauf hindeuten, dass Mietwachstum und Auslastung robust bleiben dürften. Wenn der Zinsdruck nachlässt, könnte sich die Stimmung gegenüber REITs schnell verbessern.
Auf dieser Grundlage denke ich, dass es sich im Moment um eine Einkommensaktie handelt, die die Leute in Betracht ziehen sollten.

