Bitcoin steht erneut unter erheblichem Verkaufsdruck. Der Markt steht vor einer herausfordernden Phase, die durch eine nachlassende Dynamik und eine vorsichtige Positionierung der Anleger gekennzeichnet ist. Die jüngsten Preisbewegungen deuten darauf hin, dass die bullische Überzeugung nachgelassen hat. Händler achten zunehmend auf Liquiditätsbedingungen, makroökonomische Unsicherheit und wechselnde Marktstimmung. Während Volatilität in dieser Phase des Zyklus nicht ungewöhnlich ist, spiegelt das aktuelle Umfeld einen Markt wider, der nach einer Richtung sucht, anstatt einen klaren Aufwärtstrend aufrechtzuerhalten.
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Ein aktueller CryptoQuant-Bericht bietet zusätzlichen Kontext durch den Combined Market Index (BCMI) von Bitcoin, eine zusammengesetzte Metrik, die Bewertung, Rentabilität, Ausgabeverhalten und Stimmungsindikatoren integriert. Der Analyse zufolge ist der BCMI in den niedrigen Bereich von 0,2 gefallen, ein Niveau, das in der Vergangenheit eher mit frühen Bärenmarktphasen – wie sie in den Jahren 2018 und 2022 zu beobachten waren – als mit routinemäßigen Korrekturen in der Mitte des Zyklus in Verbindung gebracht wird. Diese Verschiebung deutet darauf hin, dass möglicherweise eine tiefgreifendere strukturelle Anpassung im Gange ist.
Bemerkenswert ist, dass der BCMI noch im Oktober nahe 0,5 schwankte, ein Bereich, der typischerweise als Marktgleichgewicht zwischen bullischen und bärischen Kräften interpretiert wird. Der anschließende Rückgang deutet darauf hin, dass dieses Gleichgewicht gestört ist. Ob dies den Beginn einer längeren Phase signalisiert bärische Phase oder eine vorübergehende Neuausrichtung wird wahrscheinlich von den künftigen Liquiditätsbedingungen, der Anlegernachfrage und breiteren makroökonomischen Entwicklungen abhängen.
BCMI-Zusammenbruch deutet auf strukturelle Schwäche im Bitcoin-Markt hin
Der CryptoQuant Bericht hebt eine bemerkenswerte Verschlechterung des Combined Market Index (BCMI) von Bitcoin hervor, was auf eine Abkehr von der Konsolidierung in der Mitte des Zyklus hin zu einem defensiveren Marktregime hindeutet. Der Analyse zufolge konnte das Gleichgewicht in der Mitte des Zyklus um die 0,5-Marke nicht gehalten werden, und aus der 0,3-Zone kam es zu keiner nennenswerten Erholung.
Stattdessen sank der Index weiter direkt in Richtung des niedrigen Bereichs von 0,2, ohne dass es zu einem Expansionsrückgang kam, der typischerweise in gesünderen Korrekturphasen zu beobachten ist. Dieses Muster unterscheidet sich von früheren Abkühlungsperioden in der Mitte des Zyklus und ähnelt zunehmend einem Übergang in ein risikoscheues Marktumfeld.
Historische Vergleiche bieten zusätzliche Perspektive. Frühere Zyklustiefs bildeten sich im Allgemeinen, als der BCMI etwa 0,10–0,15 erreichte, insbesondere im Jahr 2019 und erneut in der Bärenphase 2022–2023. Die aktuellen Werte bleiben über diesen Kapitulationsniveaus, was darauf hindeutet, dass sich Bitcoin möglicherweise bereits in einem rückläufigen strukturellen Rahmen bewegt, die Bedingungen für eine vollständige Kapitulation jedoch noch nicht eingetreten sind.
Da BCMI Bewertungskennzahlen wie MVRV, Rentabilitätsindikatoren wie NUPL, Ausgabeverhalten über SOPR und allgemeinere Stimmungskennzahlen aggregiert, spiegelt sein Rückgang in den niedrigen Bereich von 0,2 sinkende nicht realisierte Gewinne, steigende realisierte Verluste, sich verschlechternde Stimmung und anhaltende Bewertungskompression wider. Sofern sich der Index nicht stabilisiert und die Zone von 0,4 bis 0,5 zurückerobert, bleibt die Wahrscheinlichkeit einer anhaltenden strukturellen Schwäche hoch.
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Bitcoin testet langfristige Unterstützung nach wöchentlichem Zusammenbruch
Der Wochenchart von Bitcoin spiegelt den zunehmenden strukturellen Druck nach dem jüngsten Verlust der 70.000-Dollar-Marke wider, einer wichtigen psychologischen und technischen Schwelle, die zuvor als Unterstützung gedient hatte. Der Preis ist nun in Richtung der mittleren 60.000-Dollar-Marke zurückgegangen, wodurch BTC unter den kurzfristigen Trenddurchschnitten liegt und eine Abschwächung der Aufwärtsdynamik signalisiert. Diese Verschiebung deutet darauf hin, dass der Markt von der Konsolidierung in eine defensivere Phase übergeht.

Die Grafik zeigt eine klare Abfolge niedrigerer Höchststände seit dem spätzyklischen Höchststand nahe der 120.000-Dollar-Region. Ein Muster, das häufig mit korrigierenden oder Übergangsmarktumgebungen in Verbindung gebracht wird. Die jüngsten Rückgänge gingen mit einem erhöhten Handelsvolumen einher. Typischerweise deutet dies eher auf eine Ausschüttung oder einen erzwungenen Schuldenabbau als auf eine allmähliche Gewinnmitnahme hin. Eine solche Dynamik erhöht oft die Volatilität und erschwert gleichzeitig nachhaltige Erholungsversuche.
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Aus struktureller Sicht erweist sich der Bereich zwischen 60.000 und 62.000 US-Dollar als kritischer Unterstützungsbereich. Diese Region steht im Einklang mit früheren Konsolidierungsphasen und Handelszonen mit hoher Liquidität, die in der Vergangenheit eine Nachfrage anzogen. Ein Halten über diesem Niveau könnte es Bitcoin ermöglichen, sich zu stabilisieren und möglicherweise eine Basis für eine Seitwärtskonsolidierung zu bilden. Allerdings würde ein entscheidender Einbruch die Wahrscheinlichkeit tieferer Retracement-Szenarien erhöhen.
Die Richtung von Bitcoin bleibt eng an die Liquiditätsbedingungen, institutionelle Ströme und die allgemeine makroökonomische Stimmung gebunden, die Risikoanlagen beeinflusst.
Ausgewähltes Bild von ChatGPT, Diagramm von TradingView.com

