Peking schwenkt auf ein konsumorientiertes Wachstum um, da die Exportabhängigkeit zunehmendem globalen Gegenwind ausgesetzt ist.
Beachten Sie bei der Rede des chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Sonntag, dass die chinesischen Märkte diese Woche die ganze Zeit geschlossen sind:
Zusammenfassung:
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Xi konzentriert sich auf die Inlandsnachfrage und bezeichnet Konsum und Investitionen als „Haupttreiber“ des Wachstums.
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China bereitet sich auf globale Unsicherheit vor, trotz eines Rekordhandelsüberschusses aufgrund der Spannungen bei den US-Zollzöllen.
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Die Exporte verdeckten im Jahr 2025 die schwache inländische Dynamik, wobei das BIP-Wachstum von 5 % durch starke Halbleiterlieferungen unterstützt wurde.
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Der politische Schwerpunkt liegt auf Einkommen und Innovation, einschließlich höherer Renten, existenzsichernden Investitionen und neuen Wachstumsbranchen.
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Es steht eine maßvolle fiskalische Unterstützung an, ohne dass große Konjunkturmaßnahmen geplant sind, aber die Bemühungen zur Stabilisierung von Eigentum und Beschäftigung werden fortgesetzt.
Der chinesische Präsident Xi Jinping hat die Notwendigkeit betont, die Inlandsnachfrage zum Hauptmotor des chinesischen Wirtschaftswachstums zu machen, und signalisiert damit einen strategischen Wendepunkt, da die Unsicherheit im Welthandel zunimmt.
In seinen Bemerkungen auf der Zentralen Wirtschaftsarbeitskonferenz im Dezember, die am Sonntag veröffentlicht wurden, betonte Xi, dass das Wachstum im Konsum und in den Investitionen im eigenen Land verankert sein müsse. Er forderte koordinierte Anstrengungen, um die Ausgaben anzukurbeln und die Investitionen auszuweiten und gleichzeitig die Vorteile von Chinas „supergroßem Markt“ voll auszuschöpfen. Als zentrale Prioritäten wurden die Verbesserung der Lebensgrundlagen der Haushalte, die Stabilisierung der Investitionen und die Förderung eines nachhaltigen langfristigen Wachstums genannt.
Der politische Entwurf spiegelt Pekings Erwartung eines volatileren externen Umfelds wider. China verzeichnete im vergangenen Jahr trotz des anhaltenden Zollkonflikts mit den Vereinigten Staaten einen Rekordhandelsüberschuss, doch die politischen Entscheidungsträger scheinen zunehmend vorsichtig zu sein, wenn es darum geht, sich stark auf eine exportgestützte Expansion zu verlassen. Der zunehmende Protektionismus und der Widerstand von Handelspartnern gegenüber billigen chinesischen Waren haben die Dringlichkeit einer Neuausrichtung des Wachstums auf den Inlandsverbrauch erhöht.
Chinas Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr um 5 %, wobei die Exporte den schwächeren privaten Konsum und einen starken Rückgang der Investitionen, insbesondere im Immobilienbereich, ausgleichen konnten. Beamte räumen jedoch ein, dass sich ein derart unausgewogenes Modell angesichts zunehmender geopolitischer und handelspolitischer Risiken als schwierig erweisen könnte.
Xi bekräftigte, dass Innovation weiterhin ein zentraler Bestandteil der Entwicklungsstrategie des Landes sein werde, und versprach, die Entwicklung neuer Wachstumstreiber und aufstrebender Industrien zu beschleunigen. Gleichzeitig sollen Maßnahmen zur Stärkung des Haushaltseinkommens – darunter höhere Löhne und Renten für Land- und Stadtbewohner – die Kaufkraft der Verbraucher stärken. Auch Investitionsvorhaben mit direktem Gemeinwohlbezug sollen stärker in den Vordergrund rücken.
Zu den weiteren Prioritäten zählen die Förderung einer qualitativ hochwertigen Entwicklung, die Förderung einer grünen Transformation, die Fortsetzung der wirtschaftlichen Öffnung und die Beseitigung struktureller Verzerrungen. Xi forderte die Beamten auf, den destruktiven Preiswettbewerb zwischen Unternehmen einzudämmen – Teil der sogenannten „Anti-Involution“-Kampagne – und gleichzeitig den Immobiliensektor zu stabilisieren und die Beschäftigung von Hochschulabsolventen und Wanderarbeitern zu unterstützen.
Obwohl Peking anhaltende politische Unterstützung signalisiert hat, bereitet es keinen groß angelegten Konjunkturschub vor. Die Behörden planen, das, was sie als notwendiges Haushaltsdefizit und stabile Staatsausgaben bezeichnen, bis zum Jahr 2026 aufrechtzuerhalten, was auf einen kalibrierten und nicht auf einen aggressiven Ansatz zur Aufrechterhaltung des Wachstums schließen lässt.

