Die Sperrfrist der Fed beginnt am zweiten Samstag vor einer FOMC-Sitzung und endet am Donnerstag nach der Sitzung. Die Richtlinien der Federal Reserve beschränken das Ausmaß, in dem FOMC-Teilnehmer und -Mitarbeiter während der Sperrfristen der Federal Reserve öffentlich sprechen oder Interviews gewähren können.
Das bedeutet, dass die Fed-Mitglieder bis Samstag noch Zeit haben, die Marktpreise in beide Richtungen zu beeinflussen. Derzeit geht der Markt von einer 60-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Anschluss daran aus Williams-Kommentare der gemäßigten Fed am Freitag.
Unten sehen wir die 12 Wähler und ihre Neigung basierend auf den jüngsten Reden und Kommentaren:
- Powell (keine Kommentare)
- Koch (keine Kommentare)
- Jefferson (unverbindlich)
- Barr (unverbindlich)
- Williams (Schnitt)
- Waller (geschnitten)
- Bogenschütze (Schnitt)
- Miran (geschnitten)
- Collins (halten)
- Goolsbee (halten)
- Musalem (halten)
- Schmid (halten)
Wir haben 4 Stimmen für „Halten“ und 4 Stimmen für „Schnitt“. 2 ohne Kommentar und 2 ohne Verpflichtung.
Williams Kommentare der Fed am Freitag waren für die Marktpreisgestaltung so wichtig, weil er Teil der sogenannten „Troika“ ist, zu der der Fed-Vorsitzende (Powell), der Vize-Vorsitzende (Jefferson) und der New Yorker Fed-Präsident (Williams) gehören. Auf den Finanzmärkten gelten diese drei als die wichtigsten Mitglieder und ihre politischen Signale haben mehr Gewicht.
Wenn die Märkte beispielsweise die Kommunikation der Fed missverstehen oder falsch interpretieren, wird im Allgemeinen einer dieser drei ausgesandt, um das Missverständnis durch geplante oder außerplanmäßige Reden zu korrigieren. Angesichts der Unterstützung von Fed Williams für eine Zinssenkung können wir daher spekulieren, dass Powell und Jefferson ebenfalls für eine Zinssenkung stimmen werden.
Dies bringt uns dazu, dass 6 für „Schnitt“ und 4 für „Halten“ stimmen.
Fed-Chefin Cook tendiert schon seit langem zur gemäßigten Seite, wir können also davon ausgehen, dass auch sie für eine Zinssenkung stimmen wird. Barr von der Fed verhielt sich dagegen eher neutral, sodass es schwierig ist, ihn einem der beiden Lager zuzuordnen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Kürzung im Dezember aus den oben genannten Gründen mit 60 % korrekt ist. Was als nächstes kommt, hängt von der Forward Guidance, dem Dot Plot und den NFP- und CPI-Berichten ab, die nach der FOMC-Entscheidung veröffentlicht werden.

