Der Euro (EUR) ist am Donnerstag gegenüber dem US-Dollar (USD) leicht gesunken und setzt damit seinen Rückgang zum vierten Tag in Folge fort. Das Paar hat sich von seinem am Mittwoch erreichten 13-Monats-Tief von 1,1324 erholt, bleibt aber unter 1,1370 begrenzt, da die deutschen GfK-Verbrauchervertrauensdaten die Gemeinschaftswährung nicht unterstützen konnten.
Die Gefühle der deutschen Verbraucher hinsichtlich der Wirtschaftsaktivität des Landes stiegen im Juli von -29,7 im Juni auf -29,2, eine Aufwärtskorrektur gegenüber den zuvor geschätzten -29,8, blieben jedoch hinter den Markterwartungen von -27,5 zurück.
Deutsche Verbraucher haben negative Konjunkturerwartungen
Das Nürnberger Institut für Marktentscheidungen (NIM) betonte, dass sich die Verbraucherstimmung in den letzten Monaten stabilisiert habe, sie aber weiterhin schwächer sei als vor Beginn des Nahostkonflikts. Die moderate Verbesserung im Juli resultiert aus etwas positiveren Einkommenserwartungen, allerdings ist die Anschaffungsbereitschaft laut NIM weiterhin gering und die Mehrheit der Verbraucher rechnet weiterhin mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den nächsten zwölf Monaten.
Der US-Dollar hingegen erhält Unterstützung durch steigende Wetten, dass der Federal Reserve (Fed) wird die Zinsen erhöhen Tarife im zweiten Halbjahr. In diesem Zusammenhang wird die Veröffentlichung des Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), die später am Tag erscheinen soll, mit besonderem Interesse analysiert, um diese Ansichten zu bestätigen.
Der Marktkonsens geht von einer weiteren Beschleunigung des Preisdrucks im Mai aus, da die Daten vor dem Rückgang der Ölpreise um 25 % im Juni liegen. Die jährliche PCE-Inflation dürfte von 3,8 % im April auf ein Dreijahreshoch von 4,1 % steigen, wobei der Kernwert in den 12 Monaten bis Mai um über 3,4 % gestiegen ist, von 3,3 % im Vormonat.
Wirtschaftsindikator
GfK-Umfrage zum Verbrauchervertrauen
Der GfK Das Verbrauchervertrauen ist ein führender Index, der den Grad des Verbrauchervertrauens in die Wirtschaftstätigkeit misst. Ein hohes Maß an Verbrauchervertrauen stimuliert das Wirtschaftswachstum, während ein niedriges Maß zu einem wirtschaftlichen Abschwung führt. Im Allgemeinen ist ein hoher Wert positiv (oder bullisch) für den EUR, während ein niedriger Wert als negativ (oder bärisch) angesehen wird.
Letzte Veröffentlichung:
Do, 25. Juni 2026, 06:00 Uhr
Frequenz:
Monatlich
Tatsächlich:
-29.2
Konsens:
-27,5
Vorherige:
-29.8
Quelle:
Wachstum aus Wissen

