Der USD/JPY-Kurs notiert am Montag zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels bei etwa 162,30, ein Plus von 0,58 % gegenüber dem Tag, und setzt damit seinen Aufschwung nach dem Rückgang der letzten Woche fort. Das Paar bewegt sich zurück in Richtung des fast 40-Jahres-Hochs von 162,84, das am Mittwoch erreicht wurde, da die allgemeine Stärke des US-Dollars (USD) weiterhin den Devisenmarkt dominiert und Druck auf den japanischen Yen (JPY) ausübt.
Der US-Dollar profitiert von der erneuten Nachfrage, obwohl der NFP-Bericht (Nonfarm Payrolls) letzte Woche schwächer als erwartet ausfiel. Anleger überdenken die Politik der Federal Reserve (Fed). Ausblickwährend geopolitische Spannungen im Nahen Osten, insbesondere rund um die Straße von Hormus, ebenfalls Zuflüsse in sichere Häfen in den Greenback begünstigen.
Gleichzeitig führt die große Zinsdifferenz zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und Japan weiterhin zu Carry Trades auf Kosten des japanischen Yen. Obwohl die Bank of Japan (BoJ) ihre Geldpolitik schrittweise normalisiert, bleiben ihre Zinssätze deutlich unter denen anderer großer Zentralbanken, was die Unterstützung für die japanische Währung einschränkt.
Die anhaltende Schwäche des japanischen Yen hält die Märkte dennoch in Alarmbereitschaft. Japanische Beamte bekräftigten kürzlich, dass sie bereit seien, gegen übermäßige Devisenbewegungen einzugreifen, obwohl bisher keine Maßnahmen ergriffen wurden. Einige Marktteilnehmer glauben, dass Tokio sich für eine unangekündigte Intervention entscheiden könnte, um spekulative Händler zu überraschen.
Unterdessen argumentieren MUFG-Analysten, dass die Märkte das Straffungspotenzial der Bank of Japan immer noch unterbewerten. Nach Angaben der Bank könnten eine beschleunigte Inflation und steigende Renditen japanischer Staatsanleihen die Zentralbank dazu veranlassen, die Zinsen zu erhöhen Tarife in den kommenden Monaten weiter. MUFG geht nun davon aus, dass der Leitzins bis Januar 2027 1,5 % erreichen wird, wobei die nächste Zinserhöhung für September prognostiziert wird.
Gleichzeitig geht HSBC davon aus, dass der USD/JPY über einen längeren Zeitraum in einer höheren Handelsspanne bleiben könnte, solange die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan groß bleibt. Allerdings erwartet die Bank auch, dass das japanische Finanzministerium weiterhin gezielt eingreift, um eine übermäßige Abwertung des JPY zu verhindern.
Japanischer Yen-Preis heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des japanischen Yen (JPY) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Der japanische Yen war gegenüber dem Schweizer Franken am stärksten.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0,08 % | -0,12 % | 0,57 % | 0,12 % | -0,06 % | 0,35 % | 0,34 % | |
| EUR | -0,08 % | -0,19 % | 0,50 % | 0,06 % | -0,12 % | 0,27 % | 0,26 % | |
| GBP | 0,12 % | 0,19 % | 0,67 % | 0,23 % | 0,02 % | 0,47 % | 0,47 % | |
| JPY | -0,57 % | -0,50 % | -0,67 % | -0,45 % | -0,63 % | -0,24 % | -0,17 % | |
| CAD | -0,12 % | -0,06 % | -0,23 % | 0,45 % | -0,21 % | 0,22 % | 0,25 % | |
| AUD | 0,06 % | 0,12 % | -0,02 % | 0,63 % | 0,21 % | 0,43 % | 0,43 % | |
| NZD | -0,35 % | -0,27 % | -0,47 % | 0,24 % | -0,22 % | -0,43 % | -0,00 % | |
| CHF | -0,34 % | -0,26 % | -0,47 % | 0,17 % | -0,25 % | -0,43 % | 0,00 % |
Die Heatmap zeigt prozentuale Veränderungen der wichtigsten Währungen untereinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Kurswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie beispielsweise den japanischen Yen aus der linken Spalte auswählen und entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar wechseln, entspricht die im Feld angezeigte prozentuale Änderung JPY (Basis)/USD (Kurs).

