Die Kapitalrotation zeigt keine klaren Anzeichen dafür, dass sie zu einem breiteren Altcoin-Zyklus führt.
Allerdings sieht dieser Zyklus anders aus. On-Chain-Daten zeigen, dass Altcoins gegenüber Bitcoin ihre größte Underperformance verzeichnen [BTC] aktenkundig. Dies deutet darauf hin, dass sich die Liquidität nicht über den Altcoin-Markt verteilt, sondern sich stattdessen in einige Sektoren mit hoher Überzeugung verlagert, während die meisten Vermögenswerte weiterhin hinter BTC zurückbleiben.
Um dies ins rechte Licht zu rücken: Die Gesamtkapitalisierung des Altcoin-Marktes liegt derzeit bei rund 870 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von bisher 4 % im dritten Quartal entspricht. Ein aktueller CryptoQuant-Bericht zeigt jedoch, dass 40 % der Altcoins immer noch unter ihren Allzeithochs gehandelt werden, was zeigt, dass sich viele Vermögenswerte nicht erholt haben, obwohl einige Teile des Marktes weiter anziehen.

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet halten sich 60 % der Altcoins immer noch über ihren vorherigen Höchstständen, was darauf hindeutet, dass die Stärke in bestimmten Sektoren und Vermögenswerten anhält und nicht im gesamten Altcoin-Markt.
Aus technischer Sicht ist Ethereum [ETH] Die Bitcoin-Dominanz ist mit einem Plus von über 4 % in das dritte Quartal gestartet, während die Bitcoin-Dominanz nur um 0,7 % gestiegen ist. Als größter Altcoin deuten die im Vergleich zu BTC stärkeren Kapitalzuflüsse von ETH darauf hin, dass Anleger beginnen, in Altcoins zu wechseln.
Historisch gesehen wird ein steigendes ETH/BTC-Verhältnis während eines volatilen Marktes oft als frühes Signal dafür angesehen, dass ein Altcoin-Zyklus Gestalt annimmt. Allerdings verzeichnen Altcoins immer noch die größte Underperformance gegenüber Bitcoin seit Beginn der Aufzeichnungen, was die Frage aufwirft: Ist dieser Zyklus anders, wenn die Liquidität nur in einige wenige große Vermögenswerte fließt und ETH Schwierigkeiten hat, einen breiteren Altcoin-Zyklus auszulösen?
Warum branchenbasierte Altcoin-Rallyes High-Caps zurücklassen könnten
Analysten weisen auf Warnsignale am gesamten Markt hin.
Dies folgt dem jüngsten CryptoQuant-Bericht, in dem Analysten gedrängt Anleger müssen „selektiver“ sein, da Altcoins gegenüber Bitcoin die stärkste Underperformance aller Zeiten verzeichnen. Für die Zukunft ist die entscheidende Frage, ob die Anleger die Risikobereitschaft zurückgewinnen, wieder in Altcoins, insbesondere in High-Cap-Anlagen, zu investieren.
Aus technischer Sicht werden große High-Cap-Anlagen immer noch deutlich unter ihren Allzeithochs gehandelt. Ethereum beispielsweise bleibt um über 60 % im Minus, während Solana um mehr als 70 % gefallen ist, was zeigt, dass selbst führende Altcoins sich noch nicht vollständig erholt haben. Unterdessen ist TVL auf Robinhood Chain in den letzten 24 Stunden um über 150 % auf den Rekordwert von 108 Millionen US-Dollar gestiegen.


Im Vergleich dazu bleibt der TVL in vielen großen High-Cap-Ökosystemen in der Nähe von Mehrmonatstiefs und zeigt, wohin die Liquidität tatsächlich fließt. Noch wichtiger ist, dass diese Zuflüsse mit der bisherigen Rallye von ROBIN um mehr als 30 % im dritten Quartal einhergingen, was die Ansicht bestärkt, dass die Anleger sich stärker überzeugten Narrativen zuwenden.
Das rückt natürlich die jüngste Stärke von Ethereum in den Mittelpunkt.
Während die ETH gegenüber Bitcoin eine relative Stärke gezeigt hat, sind ihre On-Chain-Fundamentaldaten nach wie vor schwach, was darauf hindeutet, dass die Bewegung eher technischer als struktureller Natur sein könnte. Wenn weiterhin Kapital in selektive Altcoin-Narrative fließt, könnte der Druck auf große Altcoins mit hoher Marktkapitalisierung im weiteren Verlauf des zweiten Halbjahrs weiter zunehmen.
Abschließende Zusammenfassung
- Das Kapital fließt selektiv, während viele Altcoins mit hoher Marktkapitalisierung weiterhin hinterherhinken.
- Ethereum zeigt technische Stärke, aber High-Caps könnten dennoch unter Druck geraten, wenn die Liquidität selektiv bleibt.

