Die gemeldeten Angriffe auf Kuwait und Bahrain markieren eine Ausweitung des Konflikts über den direkten Austausch zwischen den USA und dem Iran hinaus und erhöhen die Risikoprämie für Öl angesichts der Nähe beider Länder zu wichtigen Schifffahrts- und Produktionsinfrastrukturen am Golf. Jede Störung kuwaitischer oder bahrainischer Anlagen dürfte, selbst wenn sie eingedämmt wird, die bestehende Nervosität des Marktes hinsichtlich der Straße von Hormus und der allgemeinen Sicherheit der Energieflüsse im Golf verstärken. Händler werden aufmerksam auf Bestätigungen von Schäden oder Opfern achten und auf Anzeichen dafür, ob sich die Golf-Verbündeten nun als direkte Ziele und nicht als Zuschauer in der Konfrontation zwischen den USA und dem Iran sehen.
—
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weitete sich weiter aus, als Kuwait und Bahrain Angriffe meldeten, während der Iran sagte, dass neue US-Angriffe südiranische Standorte getroffen hätten.
Vorhin ein positives Zeichen:
Zusammenfassung:
- Nach sogenannten iranischen Vergeltungsraketenangriffen wurden in ganz Kuwait mehrere Explosionen gemeldet
- Die kuwaitische Armee sagte, ihre Luftverteidigung reagiere auf feindliche Bedrohungen durch Drohnen
- In ganz Bahrain wurden Sirenen aktiviert, und sowohl Bahrain als auch Kuwait wurden Berichten zufolge angegriffen
- Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete über einen US-Angriff auf ein Gelände in der Nähe des Sirik-Hafens im Süden Irans, ohne weitere Einzelheiten zu nennen
- Tasnim meldete auch neue US-Angriffe auf ein Gelände in der Nähe von Bandar Abbas
Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran weitete sich weiter aus, als sowohl Kuwait als auch Bahrain berichteten, sie seien angegriffen worden, was offenbar eine iranische Vergeltung für die jüngste Runde von US-Angriffen auf iranisches Territorium darstellte. In ganz Kuwait wurden mehrere Explosionen gemeldet. Die kuwaitische Armee gab an, dass ihre Luftverteidigung auf feindliche Bedrohungen durch Drohnen reagierte. Auch in ganz Bahrain heulten Sirenen, beide Golfstaaten sollen angegriffen worden sein.
Die Regierungen beider Länder hatten zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels keine detaillierte Schadens- oder Verlustschätzung vorgelegt, und die Berichte deuten auf eine Eskalation hin, die die Kämpfe über den direkten Austausch zwischen Washington und Teheran in den letzten Tagen hinaus ausweitet. Sowohl Kuwait als auch Bahrain verfügen über eine bedeutende US-Militärinfrastruktur und liegen in der Nähe wichtiger Schifffahrtsrouten im Golf, sodass etwaige Angriffe auf ihrem Territorium ein empfindlicher Indikator dafür sind, wie weit sich der Konflikt ausbreitet.
Auf iranischer Seite berichtete die staatsnahe Nachrichtenagentur Tasnim, dass ein US-Projektil einen Standort in der Nähe des Sirik-Hafens im Süden Irans getroffen habe, nannte jedoch keine weiteren Einzelheiten zum Ziel oder zum Ausmaß des Schadens. Tasnim berichtete außerdem, dass ein separater Standort in der Nähe von Bandar Abbas, einer wichtigen iranischen Hafenstadt an der Straße von Hormus, von neuen amerikanischen Angriffen getroffen worden sei.
Die Berichte tragen zu einem ohnehin schon volatilen Bild im Golf bei, wo die USA und der Iran in den letzten Tagen angesichts einer Pattsituation um die Kontrolle der Straße von Hormus und einer US-Seeblockade iranischer Häfen einen Schlagabtausch lieferten. Da Verbündete am Golf nun direkte Angriffe melden, scheint das Risiko einer umfassenderen regionalen Eskalation, an der mehrere Staaten beteiligt sind, zu steigen, was zu weiterer Unsicherheit in der ohnehin fragilen Sicherheits- und Energielandschaft in der Region führt.

