Von Padmanabhan Ananthan
17. Juli (Reuters) – Das Unternehmen untersucht zwei Cybervorfälle, bei denen es um unbefugten Zugriff auf einige interne Systeme seines Krebsdiagnosegeschäfts und seines LabCentral-Portals ging, teilte das Unternehmen am Freitag mit und fügte hinzu, dass sein Betrieb nicht beeinträchtigt sei.
Keine anderen Unternehmen, Standorte oder Systeme seien von dem Vorfall in der Krebsdiagnoseeinheit betroffen, sagte der Hersteller medizinischer Geräte und fügte hinzu, dass die alten Systeme von Exact Sciences von den Systemen von Abbott getrennt seien.
Ein Hacker soll sich außerdem Zugang zum LabCentral-Portal verschafft haben, einem externen, von einem Dritten gehosteten Portal, das von Abbotts Kerngeschäft im Bereich Labordiagnostik genutzt wird. Es habe jedoch keine Auswirkungen auf seine Geschäfte oder Kunden gegeben und es sei keine Offenlegung sensibler Kunden- oder Geschäftsinformationen bekannt gewesen, sagte das Unternehmen.
Cyberangriffe zielen zunehmend auf Gesundheitsunternehmen ab, wobei Unternehmen wie Clover Health Investments, Stryker, Medtronic, Novo Nordisk und West Pharmaceutical Services von den jüngsten Vorfällen betroffen waren.
Solche Vorfälle können den Betrieb stören, den Zugriff auf Daten beeinträchtigen und Bedenken hinsichtlich des Schutzes sensibler Informationen verstärken.
LabCentral enthielt öffentlich zugängliche technische Produktreferenzdokumente, darunter Bedienungsanleitungen, Checklisten zur Fehlerbehebung und Produktspezifikationen, und enthielt keine geschützten oder sensiblen Kunden- oder Geschäftsinformationen, sagte Abbott.
Das Unternehmen fügte hinzu, es habe Schritte unternommen, um die Angelegenheit anzugehen, externe Cybersicherheitsexperten und Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet und untersuche weiterhin, auf welche Informationen möglicherweise zugegriffen worden sei.
Abbott erwartet von den Vorfällen keine wesentlichen Auswirkungen auf seine Geschäfts- oder Finanzergebnisse.

